Schmölln/ Altenburger Land. Seit rund sechs Monaten führt Tobias Losse erfolgreich ein Unternehmen in Schmölln. Warum es nun deutlich weniger Krankmeldungen gibt.

  • Wieso Schmölln so bedeutend für einen jungen Geschäftsführer ist.
  • Wie man Nachwuchs gewinnen möchte.
  • Welche Vorurteile es über Kunststoff gibt.

Seit Ende 2023 ist Tobias Losse Geschäftsführer der KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH und ist ebenfalls gebürtiger Schmöllner. Im heutigen „Hinter den Kulissen“ lernt diese Zeitung den Schmöllner einmal etwas genauer kennen. Für die Reihe dieser Zeitung wird regelmäßig einmal ein genauerer Blick in das Innere der großen Unternehmen im Altenburger Land geworfen.

Noch frisch im Amt in Schmölln

„Nach vielen Jahren gab es einen Geschäftsführer-Wechsel bei KTS, ich bin nun seit sechs Monaten im Amt“, sagt Tobias Losse dieser Zeitung im gemeinsamen Gespräch. Mit seinen gerade einmal 34 Jahren ist er der jüngste Geschäftsführer bisher im Unternehmen und dann auch noch aus der Region. Und eine Neuerung gibt es bereits unter der neuen Führungskraft. Seit Januar wurde ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt und aufgebaut. Das bedeutet, dass die Mitarbeitenden beispielsweise freien Eintritt im Tatami und im Fitnesspark erhalten, Gesundheitstage im Unternehmen organisiert und Körperanalysen duchgeführt werden oder ein Bike über das Unternehmen geleast werden kann. „Das wird von unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wirklich sehr gern angenommen und genutzt. Wir haben seit der Einführung des Gesundheitsmanagements bei uns einen deutlich reduzierten Krankenstand“, so Losse. Auch die Mitarbeiterbindung sei dadurch gestiegen.

Aktuelle Nachrichten aus dem Altenburger Land

Einmal Schmölln - immer Schmölln

Die KTS begleitet den Schmöllner seit seiner Schulzeit. Als Praktikant habe er damals angefangen und verschiedene Stationen hier durchlaufen. „An Schmölln gefällt mir zum Beispiel der schöne Stadtkern. Ich bin hier groß geworden und habe meine Familie hier. Auch der Großteil der Belegschaft sind Schmöllner“, lacht der Geschäftsführer. So habe man zusätzlich eine Art soziale Verantwortung.

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Die KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH wurde 1991 gegründet, die Tradition in der Kunststoffverarbeitung und dem Werkzeugbau in der Region Schmölln reiche aber bis in die 1920er Jahre zurück. „Wir sind ein Spezialist für anspruchsvolle Kunststoffteile und -baugruppen“, heißt es.

Nachhaltigkeit ist in Schmölln ein Thema

So stehen unter anderem 22 Spritzgießmaschinen bereit. Dennoch ist es derzeit schwierig mit dem Nachwuchs. Es bestehe wohl ein wenig vorhandenes Interesse an technischen Berufen generell. Die KTS ermöglicht es den Jugendlichen daher regelmäßig, in die Industrie einmal hineinzuschnuppern. Und auch Besuche in den Schulklassen acht bis neun gehören dazu, ebenso wie Schulpraktika und Ferienjobs. Auch Initiativbewerbungen seien sehr gern gesehen. „Wir wollen vermitteln, dass die Branche innovativ ist und man nicht den ganzen Tag in dreckigen, dunklen Hallen steht“, sagt der Vertriebsleiter Robert Kirste. „Kunststoff ist ein hochinnovativer Werkstoff, das wissen viele gar nicht. Er ist leicht und kostengünstig. Man produziert ja langlebige Produkte, die dann auch am Ort bleiben für eine lange Zeit. So wie WLan-Router zum Beispiel.“

Die etwa 65 Mitarbeiter am Standort sehen sich als Problemlöser für die Kunden. Und, gerade für die Jüngeren interessant, ist das Thema Nachhaltigkeit auch heiß diskutiert. So seien unter anderem biobasierte Kunststoffe am Kommen, dies sei jedoch ein langjähriger Prozess. Trotzdem stellt sich die KTS dieser Herausforderung.
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