Altenburger Land. Die Stimmauszählung der Kommunalwahlen im Altenburger Land ist abgeschlossen: So sieht der künftige Kreistag Altenburger Land aus.

Der Kreistag ist ausgezählt: Das sind die Gewinner und Verlierer

Alle 104 Stimmbezirke im Altenburger Land sind ausgezählt und die Gewinner und Verlierer der Kreistagswahl Altenburger Land stehen fest. Klar ist laut diesem vorläufigen Endergebnis: Der Kreistag Altenburger Land wird in der neuen Legislaturperiode ein anderes Gesicht haben. Haushohe Gewinnerin ist die Alternative für Deutschland (AfD), die mit 31,3 und 14 Sitzen in den Kreistag einzieht. Sie fährt damit ein Plus von 8,7 Prozent und vier Sitzen ein. Zweite Siegerin ist die Wählervereinigung Starke Heimat. Erstmals als solche angetreten, kommt sie auf 8,7 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen und 4 Sitzen im künftigen Kreistag. Was die übrigen Kreistagsfraktionen dazu sagen, ist hier zu lesen.

15.13 Uhr: Gescheiterer SPD-Kandidat geht mit eigener Partei hart ins Gericht

Alexander Paulicks, gescheiterter SPD-Landratskandidat bei der Kommunalwahl im Altenburger Land, macht die Ampelregierung im Bund am Scheitern der SPD im Altenburger Land mitverantwortlich. Die Bundespolitik und das Agieren der SPD in Berlin habe den SPD-Wahlkämpfern im Altenburger Land nicht in die Karten gespielt. Der hiesige Kreisverband habe versucht, den Menschen im Vorfeld der Kommunalwahl 2024 ein ordentliches Angebot zu machen. Doch habe man kaum kommunale Themen setzen können, weil Ukraine-Krieg, Haushaltsstreit und Streit um Zuwanderung dominierten. Die Enttäuschung sei da, so Paulicks. Und man werde im Kreisvorstand der SPD prüfen, ob man mit den eigenen Leuten in Berlin nicht auch mal ein ernstes Wörtchen redet. „Wir müssen deren Suppe auslöffeln, die uns Berlin auch hier im Altenburger Land einbrockt“, sagte er auf Nachfrage. „Unsere klare Wahlempfehlung für die Stichwahl um den Landratsposten ist klar Uwe Melzer von der CDU.“

14.40 Uhr: Gescheiterter Linke-Kandidat sieht Rechtsruck im Kreistag Altenburger Land

Frank Tempel, der bei der Landratswahl am 26. Mai gescheiterte Landratskandidat der Linken im Altenburger Land, sieht einen deutlichen Rechtsruck im künftigen Kreistag Altenburger Land. Zwar sei es gelungen, dass der CDU-Kandidat Uwe Melzer den Durchmarsch des AfD-Bewerbers Heiko Philipp verhindert habe - beide müssen am 9. Juni in die Stichwahl um den obersten Posten im Landratsamt Altenburger Land. Aber zähle man die Sitze von AfD und Starke Heimat, die bei der letzten Kreistagswahl noch als AfD angetreten sei, zusammen, werde der Rechtsruck in dem künftigen Gremium deutlich. Aktuell und nach 99 von 104 ausgezählten Stimmbezirken kommt die AfD auf 14, die Wählervereinigung Starke Heimat auf 4 Sitze.

13.45 Uhr: Auszählung für den Kreistag biegt auf die Zielgerade

Die Auszählung für die Wahl des neuen Kreistages im Altenburger Land biegt auf die Zielgerade. Die Ergebnisse von 96 der insgesamt 104 Stimmbezirke liegen vor. Dieses vorläufige Ergebnis lässt nun auch Rückschlüsse auf die großen Verlierer dieser Kommunalwahl 2024 im Kreistag zu. Und das sind mit Ausnahme von Alternative für Deutschland und Starke Heimat alle anderen im Kreistag vertretenen Parteien und Wählervereinigungen. Große Gewinnerin ist die Alternative für Deutschland. Sie behauptet ihren Vorsprung und liegt aktuell bei 31,2 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen. Das bedeutet ein Plus von 8,6 Prozent, die Anzahl der Sitze für sie steigt von 10 auf 14. Zweite Gewinnerin ist die Wählervereinigung Starke Heimat, die erstmals für den Kreistag kandidierte. Für sie votierten am 26. Mai 2024 8,6 Prozent der Wählerschaft, was ihr 4 Sitze einbringt.

13:10 Uhr: Schmölln hat ausgezählt

Das vorläufige Ergebnis der Stadtratswahl in der Stadt Schmölln steht fest, nachdem seit Montagmittag alle 17 Stimmbezirke ausgezählt sind. Demnach kommen Die Linke auf 10 Prozent und damit 5 Sitze (3 weniger als bisher), die CDU auf 15,5 Prozent und damit auf 4 Sitze, zwei weniger als bisher. Die SPD geht mit 20,1 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen aus dem Rennen und behält ihre 5 Sitze im Stadtrat. Die FDP ist raus aus dem Gremium mit 1,5 Prozent der Wählerstimmen. Die Wählervereinigung für das neue Schmölln kommt auf 29,2 Prozent der Wählerstimmen und legt im Stadtrat zu. Sie hat jetzt 7 und damit einen Sitz mehr in diesem Gremium. Auch für die Bürger für Schmölln ist die Kommunalwahl am 26. Mai gut ausgegangen. Die Wählervereinigung kann 23,6 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen auf sich vereinen und ihre Sitze im Stadt um zwei auf sechs aufstocken.

12.30 Uhr: Mit 99,0 Prozent im Amt bestätigt: André Vohs

Mit glatt 99 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen ist André Vohs (parteilos) als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Jonaswalde wiedergewählt worden. Für den 43-Jährigen, der als einziger Kandidat antrat, ist es die dritte Amtszeit, die er nun in Angriff nimmt. Dann auch mit einem Gemeinderat mit vielen neuen Gesichtern, da sich mit der Kommunalwahl vom 26. Mai in diesem Gremium ein Generationswechsel vollzogen hat.

11.08 Uhr: Bürgerinitiative 89 stärkste Fraktion im Gößnitzer Stadtrat

Die Bürgerinitiative 89 wird im Stadtrat Gößnitz stärkste Fraktion. Alle vier Stimmbezirke in der Pleißestadt sind ausgezählt, nach vorläufigem Endergebnis kommt die BI 89 auf 42,6 der Wählerstimmen bei der Kommunalwahl und damit auf 7 Sitze im künftigen Stadtrat. Dahinter folgt die Initiative Gößnitz (ehemals Initiative Städtebund) mit 39 Prozent (6 Sitze), die SPD mit 10,1 Prozent (2 Sitze) und die CDU mit 8,3 Prozent (1 Sitz).

10.00 Uhr: So könnte der Schmöllner Stadtrat aussehen

In der Stadt Schmölln sind aktuell 15 von insgesamt 17 Stimmbezirken ausgezählt. Das vorläufige Ergebnis lässt aufhorchen. Demnach liegt die Wählervereinigung für das neue Schmölln - erstmals 2019 zur Kommunalwahl angetreten - aktuell bei 29 Prozent, was ihr 7 Sitze im künftigen Stadtrat der Stadt Schmölln einbringen würde. Die Linke liegt bei 9,5 Prozent (2 Sitze), die CDU bei 15,1 Prozent (4 Sitze) und die SPD bei 19,9 Prozent (5 Sitze). Die FDP dümpelt bei 1,6 Prozent (kein Sitz). Die Wählervereingung Bürger für Schmölln liegt aktuell bei 24,9 Prozent der Stimmen (6 Sitze).

9.00 Uhr: Das Zählen geht weiter im Altenburger Land

Die Stimmauszählung der Kommunalwahlen 2024 im Altenburger Land geht weiter. Laut Kreiswahlleiterin Elisabeth Bergner sind aktuell 79 von insgesamt 104 Stimmbezirken im Altenburger Land ausgezählt, die letzte Meldung ging heute Morgen um 2.20 Uhr ein. Demnach lautet das vorläufige Ergebnis mit Blick auf die künftige Besetzung des Kreistages Altenburger Land so: 9,7 Prozent Die Linke (5 Sitze), 32,7 Prozent AfD (15 Sitze), 26,7 Prozent CDU (12 Sitze), 11,3 Prozent SPD (5 Sitze), 1,9 Prozent Bündnis 90/Die Grünen (1 Sitz), 2,1 Prozent FDP (1 Sitz), 7,2 Prozent Die Regionalen (3 Sitze) und 8,5 Prozent Starke Heimat (4 Sitze).

24.00 Uhr: Wir wünschen eine gute Nacht!

Wir sagen herzlichen Dank für Ihr Interesse. Die wichtigsten Ergebnisse sind bereits durch, einige werden erst am Montag feststehen. Wir wünschen eine gute Nacht! Alle aktuellen Ergebnisse gibt es thüringenweit auf www.otz.de.

20.41 Uhr: Stichwahl zwischen CDU-Amtsinhaber und AfD-Kandidat im Altenburger Land

Nun ist das vorläufige Endergebnis der Landratswahl im Altenburger Land da: Die Stichwahl bestreiten AfD-Kandidat Heiko Philipp (33,0) und der CDU-Amtsinhaber Uwe Melzer (32,2 Prozent). Allerdings: Der AfD-Mann führt nach dem ersten Wahlgang. In der Stichwahl am 9. Juni wird ein enges Rennen erwartet. Keine Rolle spielten Linken-Kandidat Frank Tempel (14,9 Prozent), Einzelbewerber Uwe Rückert, ein Ex-AfD-Mann (12,1 Prozent) und Alexander Paulicks (7,8 Prozent).

20.11 Uhr: Vorläufiges Ergebnis Gößnitz und erste Signale für den Altenburger Landrat

Das vorläufige Endergebnis in Gößnitz in zahlen: Thomas Großmann (CDU) 336 Stimmen, 19,5 Prozent, Rolf Luksch (Initiative Gößnitz) 237 Stimmen, 13,8 Prozent, André Becker (Bürgerinitiative´89) 500 Stimmen, 29,1 Prozent und Patrick Albrecht 647 Stimmen (37,6 Prozent). Damit stehen Becker und Albrecht in der Stichwahl am 9. Juni und die Chance besteht weiterhin, dass Gößnitz demnächst den jüngsten Bürgermeister Deutschlands hat.

In Altenburg ist Amtsinhaber André Neumann (CDU) mit 58,7 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeister wiedergewählt worden, seinen Gegenkandidaten Thomas Jäschke (SPD) und Erik Busse (FDP) kommen auf 22,5 und 18,8 Prozent.

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Auch die Landratswahl im Altenburger Land nimmt nun Formen an. 101 von 104 Wahllokalen sind ausgewählt. AfD-Kandidat Heiko Philpp führt mit 33,2 Prozent von dem Amtsinhaber, dem CDU-Mann Uwe Melzer. (32,1 Prozent). Einzelbewerber Uwe Rückert und Linken-Kanidat Frank Tempel haben jeweils rund 14 Prozent der Stimmen eingesammelt. SPD-Kandidat Alexander Paulicks dümpelt unter zehn Prozent.

19.48 Uhr: André Neumann führt nach der Auszählung von 22 Stimmbezirken deutlich

Nach der Auszählung von 22 von 26 Stimmbezirken führt Kandidat André Neumann (CDU) bei der Wahl des Bürgermeisters von Altenburg mit 58,4 Prozent. Thomas Jäschke (SPD) hat bisher 22,4 Prozent der Stimmen erreicht; Erik Busse von der (FDP) liegt bei 19,3 Prozent.

19.26 Uhr: Das Ergebnis für Gößnitz steht bereits fest

Die Bürgermeisterstimmen in Gößnitz sind gezählt. Einzelbewerber Patrick Albrecht und André Becker (BI 89) werden am 9. Juni die Stichwahl bestreiten - die konkreten Zahlen folgen in Kürze. In allen Wahlbezirken lag der Einzelbewerber vorn. Er wäre der jüngste Bürgermeister Deutschlands, wenn er am 9. Juni die meisten Stimmen erhält. Nun wird in Gößnitz weiter gezählt. Landrat, Stadtrat und Kreistag müssen in der Stadt noch ausgezählt werden.

19.01 Uhr: Im Kulturhaus Gößnitz ist die Bürgermeisterauszählung schon durch

Patrick Albrecht hat die meisten Stimmen - nämlich 142 - erhalten. Rolf Luksch, der zur Auszählung vorbeigekommen war, erhielt nur 70 Stimmen. Ein wenig enttäuscht zieht er mit seiner Familie weiter ins Rathaus, wo die Briefwahlstimmen ausgezählt werden. Hier werden auch die Gesamtzahlen der Bürgermeisterwahl gesammelt. Bei den Briefwählern haben 358 Wähler ein Kreuz gemacht. Hier wird auch schnell gezählt. Briefwahl Rolf Luksch 49 Stimmen, Andé Becker 85, Thomas Großmann 93, Patrick Albrecht 129 Stimmen.

18.12 Uhr: Genau zwölf Minuten Schließzeit, bevor die Öffentlichkeit zugelassen wird

Dann geht es los im Wahllokal an der Feuerwehr, mit geballter Frauenpower wird die Bürgermeister-Wahlurne hochgewuchtet und die grünen Stimmzettel mit den vier Namen der Kandidaten ergießen sich auf den zusammengeschobenen Tischen des Wahlvorstandes. Nun wird gezählt.

18.10 Uhr: Bürger in Gößnitz müssen (noch) draußen bleiben

Mehrere Bürger warten vor dem Wahlraum der Feuerwehr in Gößnitz, um der Auszählung beizuwohnen. Der Wahlvorstand berät gerade noch hinter verschlossenen Türen. Es gibt einiges Unverständnis bei den zumeist älteren Bürgern.

18 Uhr: Wahllokale im Altenburger Land schließen – wie geht es nun weiter?

Dort, wo nicht noch Wähler auf ihre Stimmabgabe warten, schließen um 18 Uhr die Wahllokale und die Auszählung beginnt. Wie lange sie dauert, ist aufgrund der vielen Wahlen schwer zu sagen. Es wird damit gerechnet, dass die Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen – sie werden zuerst ausgezählt – bis 19/20 Uhr feststehen könnten, die Landratswahlen vielleicht gegen 20.30/21 Uhr. Das ist aber nur eine Schätzung. Ob überall noch die Ergebnisse der Kreistags- und Stadtratswahlen bis Mitternacht feststehen, ist unsicher.

17 Uhr: Noch eine Stunde bis zur Schließung der Wahllokale

Es wird spannend: Noch rund eine Stunde sind die Wahllokale im Altenburger Land geöffnet, bis die Auszählung beginnt. Dann entscheidet sich, wer in den Städten und Gemeinden den Sieg errungen hat oder ob es Stichwahlen geben wird.

Auch dieses Wahllokal im Altenburger Land schließt um 18 Uhr.
Auch dieses Wahllokal im Altenburger Land schließt um 18 Uhr. © Funke Medien Thüringen | Jana Borath

16.45 Uhr: Wahlbeteiligung in Thüringen am Nachmittag bei rund der Hälfte

Laut Statistischem Landesamt lag die Wahlbeteiligung in Thüringen um 16 Uhr bei rund 46,2 Prozent. Bei der Europa- und Kommunalwahl 2019 waren es zum gleichen Zeitpunkt 48,5 Prozent. Die Briefwähler sind dabei aber nicht eingerechnet. 74.177 Menschen sind im Altenburger Land zur Wahl aufgerufen. Die Wahllokale haben noch bis 18 Uhr geöffnet.

16 Uhr: In Altenburg wollen drei Männer Oberbürgermeister werden

Auch in der Stadt Altenburg wird ein neues Stadtoberhaupt gesucht. Um den Posten des Oberbürgermeisters bewerben sich drei Männer: der Amtsinhaber André Neumann (CDU), der 2018 ins Amt gewählt wurde, Thomas Jäschke (SPD) und Erik Busse (FDP).

15.30 Uhr: Fünf Männer wollen Landrat im Altenburger Land werden

Fünf Männer werfen ihren Hut für den Chefsessel im Altenburger Land in den Ring: Frank Tempel (Linke), Heiko Philipp (AfD), Amtsinhaber Uwe Melzer (CDU), Alexander Paulicks (SPD) und der Einzelbewerber Uwe Rückert.

15 Uhr: Nur ein Kandidat für den Bürgermeister in Ponitz

In der kleinen Gemeinde in Ponitz im Altenburger Land gibt es nur einen Kandidaten, der sich um das Bürgermeisteramt bewirbt: den Amtsinhaber Marcel Greunke (CDU). Bei der Wahl 2018 holte er 739 der 793 Stimmen oder 96,9 Prozent.

Der Wahlsonntag, 26. Mai 2024, im Altenburger Land hat begonnen. Hier ein Blick in eines der Gößnitzer Wahllokale, jenes im KulturCentrum Gößnitz auf dem Freiheitsplatz.
Der Wahlsonntag, 26. Mai 2024, im Altenburger Land hat begonnen. Hier ein Blick in eines der Gößnitzer Wahllokale, jenes im KulturCentrum Gößnitz auf dem Freiheitsplatz. © Funke Medien Thüringen | Jana Borath

11.45 Uhr: Wahl im Altenburger Land läuft an allen Orten

Seit 8 Uhr morgens haben die Wahllokale überall geöffnet. Noch bis 18 Uhr kann abgestimmt werden, dann beginnt die öffentliche Auszählung. Wie lange die dauert, ist aufgrund der vielen Wahlen unklar. An manchen Stellen wird auch davon ausgegangen, dass die Auszählung morgen fortgesetzt werden muss. Schon knapp eine Stunde nach der Eröffnung um 8 Uhr morgens herrschte im einem Wahllokal in Gößnitz reger Andrang. Denn dort wird – neben Landrat, Stadtrat und Kreistag – auch ein neuer Bürgermeister gewählt. Vier Kandidaten stehen dort zur Wahl.

Der Wahlsonntag, 26. Mai 2024, im Altenburger Land hat begonnen. Hier ein Blick in eines der Gößnitzer Wahllokale, jenes im KulturCentrum Gößnitz auf dem Freiheitsplatz.
Der Wahlsonntag, 26. Mai 2024, im Altenburger Land hat begonnen. Hier ein Blick in eines der Gößnitzer Wahllokale, jenes im KulturCentrum Gößnitz auf dem Freiheitsplatz. © Funke Medien Thüringen | Jana Borath

8 Uhr: Wer wird gewählt und wie lange dauert es? Die wichtigsten Fragen und Antworten

Langweilig wird es an diesem Sonntag, 26. Mai, im Altenburger Land bestimmt nicht. Es wird gewählt. Die Bürger können ihre Stimmen abgeben und die Region so ein wichtiges Stück mitgestalten. Wir haben der Kreiswahlleiterin Elisabeth Bergner vorab noch einmal einige Fragen gestellt. Diese betont, dass sie nur für die Landratswahl und die Wahl der Kreistagsmitglieder verantwortlich ist. Es wird in einigen Regionen aber noch viel mehr gewählt. Deshalb beantwortet sie unsere Fragen zusammen mit der Pressestelle des Landratsamtes Altenburger Land.

1. Wie viele Wahlberechtigte werden am Sonntag im Altenburger Land zu den Wahlurnen gerufen?

„Für die Landratswahl und für die Wahl der Kreistagsmitglieder sind 74.177 Personen im Landkreis Altenburger Land wahlberechtigt“, sagt Kreiswahlleiterin Elisabeth Bergner.

2. Was für Ämter werden alle gewählt?

Die Liste ist wirklich lang. „Bürgermeister, Landrat, Ortsteilbürgermeister, Gemeinde- beziehungsweise Stadträte und Kreistagsmitglieder“, zählt Elisabeth Bergner auf. Gewählt werden der Landrat, die Mitglieder des Kreistages und die Mitglieder der Stadt- beziehungsweise Gemeinderäte. Außerdem wird in Altenburg der Oberbürgermeister gewählt sowie in Gößnitz, Gerstenberg, Jonaswalde, Ponitz und Rositz der Bürgermeister.

3. Wer tritt im Landkreis an?

Fünf Männer werfen ihren Hut in den Ring: Frank Tempel (Linke), Heiko Philipp (AfD), Amtsinhaber Uwe Melzer (CDU), Alexander Paulicks (SPD) und der Einzelbewerber Uwe Rückert.

Das Landratsamt in Altenburg und die fünf Kandidaten bei der Landratswahl. Oben (v. li.): Alexander Paulicks (SPD), Uwe Rückert (Bürgerbündnis Starke Heimat). Unten (v. li.): Frank Tempel (Linke), Uwe Melzer (CDU), Heiko Philipp (AfD).
Das Landratsamt in Altenburg und die fünf Kandidaten bei der Landratswahl. Oben (v. li.): Alexander Paulicks (SPD), Uwe Rückert (Bürgerbündnis Starke Heimat). Unten (v. li.): Frank Tempel (Linke), Uwe Melzer (CDU), Heiko Philipp (AfD). © Funkemedien Thüringen | Philipp Brendel, Kathleen Niendorf, Alexander Paulicks, Frank Tempel, Uwe Rückert, Heiko Philipp

4. Wer bewirbt sich in Ponitz und Gößnitz?

In Ponitz gibt es nur einen Kandidaten: Marcel Greunke (CDU).

Für den Chefsessel im Rathaus der Stadt Gößnitz gibt es hingegen gleich vier Bewerber: Patrick Albrecht (Einzelbewerber), Rolf Luksch (für die Initiative Gößnitz), André Becker (für die Bürgerinitiative 89) und Thomas Großmann (für die CDU).

Das sind die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Gößnitz: André Becker (links oben), Rolf Luksch (rechts oben). Thomas Großmann (links unten) und Patrick Albrecht.
Das sind die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Gößnitz: André Becker (links oben), Rolf Luksch (rechts oben). Thomas Großmann (links unten) und Patrick Albrecht. © Funke Medien Thüringen | Jana Borath

5. In welcher Reihenfolge werden die Wahlzettel ausgezählt? Gibt es eine Reihenfolge bei den verschiedenen Ämtern?

Die Stimmzettel werden in der gesetzlich vorgeschriebenen Reihenfolge ausgezählt, heißt es. „Danach wird wie folgt ausgezählt: Bürgermeisterwahl, Landratswahl, Ortsteilbürgermeisterwahl, Gemeinde- bzw. Stadtratswahl, Kreistagswahl“, erklärt das Landratsamt Altenburger Land.

6. Wann stehen die Ergebnisse fest?

Die Auszählung erfolgt, nachdem der Wahlvorsteher die Wahlhandlung für geschlossen erklärt hat, also in der Regel ab 18 Uhr. „Ein Ende der Auszählungen lässt sich aufgrund der Vielzahl der dieses Mal zeitgleich stattfindenden Wahlen leider nicht abschätzen“, sagt die Kreiswahlleiterin.

7. Wo findet die Auszählung überhaupt statt – direkt in den Wahllokalen oder an einer zentralen Stelle?

„Die Auszählung erfolgt in den jeweiligen Wahllokalen“, ist die klare Antwort.

8. Wie viele Ehrenamtliche helfen bei der Auszählung?

Es werden circa 700 bis 800 Ehrenamtliche im Rahmen der Wahl der Kreistagsmitglieder und der Landratswahl eingesetzt. „Diesen danken wir ausdrücklich für ihr Engagement“, betont die Kreiswahlleiterin.

9. Kann man bei der Auszählung dabei sein?

„Die Ermittlung des Wahlergebnisses erfolgt öffentlich. Das heißt, dass Bürger gern bei der Auszählung vor Ort in den Wahllokalen anwesend sein und die Auszählung beobachten können“, lädt Elisabeth Bergner dazu ein, neugierig zu sein. „Auf der Website des Landeswahlleiters wird außerdem umfassend zu den Wahlen informiert. Hier lassen sich auch die bereits ausgezählten Ergebnisse und Daten zur Wahlbeteiligung einsehen. Das Wahlgeschehen lässt sich so von überall verfolgen.“

10. Braucht man noch Helfer für die Europawahl/mögliche Stichwahlen am 9. Juni?

„Aufgrund der für den 9. Juni zugleich stattfindenden Stichwahlen für die Kommunalwahlen erfolgt am 9. Juni die gleiche Besetzung wie zu den Wahlen am 26. Mai“, erklärt die Kreiswahlleiterin, nutzt die Gelegenheit aber gleich zu einem Appell: „Wir freuen uns aber über Wahlhelfer- und Wahlhelferinnen für die Landtagswahl am 1. September 2024!“