Weltkindertag in Albersdorf und Quirla mit Spiel und Spaß für Jung und Alt gefeiert

Albersdorf/Quirla  Viele Eltern nutzten den ersten Kinder-Feiertag, um Zeit mit ihrem Nachwuchs zu verbringen

Hannah hatte beim Kinderfest in der Weihertalmühle die Möglichkeit, sich mit dem Alpaka-Hengst "Oskar" anzufreunden. Rechts Halter Gunter Kraft..

Hannah hatte beim Kinderfest in der Weihertalmühle die Möglichkeit, sich mit dem Alpaka-Hengst "Oskar" anzufreunden. Rechts Halter Gunter Kraft..

Foto: Frank Kalla

Während mancherorts im Saale-Holzland offizielle Kinder- und Jugendbegegnungsstätten geschlossen blieben, nutzte man gestern in Albersdorf sowie in der Weihertalmühle in Quirla den ersten Kinderfeiertag überhaupt in Thüringen, um ihn mit den Kindern gemeinsam zu verbringen.

Wobei man in Albersdorf, auch das muss der Wahrheit halber gesagt werden, mehr aus Zufall die Wiedereinweihung des zehn Jahre alten Spielplatzes im Ort auf das Datum des neuen Feiertages in Thüringen gelegt hatte. „Der Beschluss wurde in der Gemeinde bereits im Januar gefasst, über die Einführung des Feiertages beschloss der Landtag viel später“, erklärte Bürgermeister Torsten Döhler, der aber wie viele andere Anwesende auch, den neuen Feiertag für Kinder begrüßten.

Grund zum Feiern hatte man in Albersdorf. Hatten doch Wochen vorher gut 40 Einwohner des Ortes in zwei Einsätzen dafür gesorgt, dass der in die Jahre und „abgespielte“ Spielplatz, wie Feuerwehrvereinschef Jens Seifert sagte, grundhaft erneuert wurde. Unter anderem schliff man die Spielgeräte ab und versah diese mit neuer Farbe. 2000 Euro stellte die Gemeinde für die Sachkosten bereit. „Ohne das ehrenamtliche Engagement hätten wir den Spielplatz nicht auf Vordermann bringen können“, dankte der Bürgermeister allen Beteiligten.

Nicht nur, dass der Spielplatz gleich nach der Eröffnung vom Albersdorfer Nachwuchs sofort in Beschlag genommen wurde: Feuerwehrverein und die Gemeinde hatten ein Fest organisiert, bei dem Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten kamen. Hans-Georg Hüttig hatte zudem für die Kinder eine gewaltige Portion Nudeln mit Tomatensauce gekocht, den Kindern mundete es offensichtlich. „Das Essen ist für die Kinder kostenlos“, erklärte Hüttig.

Für CDU-Landtagsabgeordneten Mario Voigt, der sich vor zehn Jahren um die Bereitstellung von Lottomitteln für den Spielplatzbau gekümmert hatte, ist Albersdorf ein Beweis, dass Dörfer eine Zukunft haben, wenn die Einwohner zusammenhalten. „So eine Gemeinschaft findet man nicht überall.“ Es sei kein Wunder, dass von den 300 Einwohnern gut 50 Kinder und Jugendliche seien.

In Weihertal zum Weltkindertag hatte gestern auch die Chefin der Weihertalmühle, Micheline Kreuzer, herzlich Familien eingeladen und zahlreiche Kinderbelustigungen organisiert. Das Angebot kam insbesondere bei jungen Familien aus der Region überaus gut an. „Ich freue mich, dass die Kinder hier ihren Spaß haben können, sagte die Wirtin, selbst zweifache Mutter und inzwischen auch Großmutter. Die Einführung des Feiertages in Thüringen fand sie überfällig. „Kinder haben mehr Achtung in unserer Gesellschaft verdient.“

Einzig die Parksituation an der Mühle sorgte bei Kreuzer für ein paar Sorgenfalten. „Leider sind hier unten die Parkkapazitäten beschränkt.“ Man mache sich aber Gedanken.

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