Meine Meinung: Bunte Wochen statt nur ein Tag

Marcel Hilbert über den Christopher Street Day in Gera.

Marcel Hilbert

Marcel Hilbert

Foto: Peter Michaelis

Der Christopher Street Day ist, wie der Name es nahe legt, häufig nur mit einem Tag verbunden, in der Regel jenem, an dem ein bunter Umzug für ein buntes Weltbild und bunte Lebensentwürfe wirbt. In Gera ist man schon zur Premiere den Weg einer Aktionswoche gegangen und geht ihn in diesem Jahr wieder und noch umfangreicher. Zwei Wochen lang werden Angebote zum Informieren, zum Zusammenkommen, zum Reden und zum Abbau von Vorurteilen und Vorbehalten angeboten. Es sind, wie gesagt Angebote, niemand muss sich verpflichtet fühlen, sie zu nutzen. Der hohe Aufwand, den die Organisatoren betreiben, ist auf jeden Fall bemerkenswert und passt gut in die wachsende Reihe der Veranstaltungsangebote, die aus der Bürgerschaft heraus entwickelt werden.

Neben Unterhaltung und Aufklärungsarbeit sollen von den Geraer Aktionswochen auch Signale ausgehen: Sie sollen für respektvollen Umgang und Akzeptanz werben, für ein weltoffenes, vielfältiges Gera nach innen und außen, aber auch dafür, dass es da draußen eine Gemeinschaft gibt, an die sich Menschen wenden können, die sich hilflos oder ausgegrenzt fühlen. Sie hoffe, dass es eines Tages den CSD nicht mehr braucht, sagte die Geraer CSD-Leiterin Charline Köhler gestern zur Eröffnung der Aktionswochen. Noch, so sei es immer wieder aus Gesprächen zu erfahren, sei man davon aber weit entfernt. Leider.

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