Greiz/Schmölln. Gerne wird über die schlechten Seiten der Ostthüringer Region geschimpft – zum Teil zu Recht. Aber es gibt auch so viele tolle Seiten, findet Tobias Schubert.

Seien wir doch einmal ehrlich: So schlecht wie unsere Ostthüringer Region um den Landkreis Greiz und das Altenburger Land manchmal dargestellt wird, ist sie nun wirklich nicht.

Das ist mir wieder aufgefallen, als ich neulich mit einer in Westdeutschland beheimateten Kollegin sprach und es die ganze Zeit nur um die AfD und die von Höcke ausgehende Gefahr ging. Und sicher: Dass sich Höcke nun ausgerechnet den Landkreis Greiz herausgesucht hat, um als Landtagsabgeordneter zu kandidieren, weil er sich in seiner Wahlheimat im Eichsfeld keine Chancen ausrechnet, ist zum einen entlarvend. Zum anderen gibt es nun wieder nur negative Schlagzeilen über die Region, als gäbe es hier nur Rechte.

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Dass das ganz anders ist, muss ich Ihnen nicht erklären. Allein in dieser Woche gab es Beispiele dafür. Nehmen Sie doch nur einmal die unzähligen Ehrenamtlichen, die dazu beigetragen haben, dass der Osterpfad Vogtland nun immaterielles Kulturerbe ist – das Skatspielen ist es schon lange. 40.000 bis 50.000 Besucher locken sie jedes Jahr in die Region – wo sind die bundesweiten Schlagzeilen über ihre stundenlangen Einsätze?

Oder auch die Wiederbelebung des Gasthofes in Taupadel in einer Zeit, in der überall Gasthäuser schließen müssen. Das Gasthaus boomt, ohne dass groß Werbung dafür gemacht wird. Das passiert nicht ohne Grund, wie ich mich auch schon selbst überzeugen konnte. Denn das Essen dort schmeckt wirklich toll und man kann nicht anders, als sich wohl zu fühlen.

Es gibt sie also, die vielen positiven Nachrichten und die Menschen, die sich für ihre Region einsetzen, weil sie sie lieben. Daran wird auch ein Höcke nichts ändern.