Jena. Der Wettbewerb „Grüner Wertstoffhof“ ehrt zukunftsweisende Konzepte für eine verbraucher- und umweltfreundliche Wertstofferfassung.

Der Wertstoffhof Nord in der Löbstedter Straße ist ein Gewinner im Wettbewerb „Grüner Wertstoffhof“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH). In der Kategorie „Kreisfreie Großstadt“ habe die Anlage durch ein“ ausgezeichnetes Umweltbildungs- und Serviceangebot sowie ein großes Engagement für die Wiederverwendung und Reparatur von Altprodukten“ überzeugt.

Wertstoffhöfe können „durch die Förderung von Abfallvermeidung, Wiederverwendung und hochwertigem Recycling ganz entscheidend zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen“, wird DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz zitiert. In Jena gelinge das. Positiv hervor hebt sie die Zusammenarbeit mit dem Repair-Café und das vorhandene Tauschhaus. Die Öffnungszeiten seien attraktiv und die Container stünden so tief, dass die Abgabe von Wert- und Schadstoffen attraktiv sei.

Tauschhaus integriert Menschen mit Behinderungen

Uwe Feige, Werkleiter des KSJ, sagt: „Für unsere kommunale Abfallwirtschaft gilt ‚Stillstand ist Rückschritt‘. Weil wir uns als Dienstleister für die gesamte Stadtgesellschaft verstehen, erkennen und reagieren wir auf ein verändertes Nachfrageverhalten.“ Integration und Inklusion gehörten zum Anspruch. „Daher haben wir mit dem erweiterten Angebot zum Tausch wiederverwendbarer Bedarfsgegenstände ‚Tauschhaus 2.0‘ auch Menschen mit Behinderung integriert. Sie verantworten dieses Leistungsangebot selbstständig, wie auch schon den Bereich Service, Gärtnerei oder Elektroschrott.“

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) lobt das hervorragende Wertstoffhofkonzept. Im Jahr 2022 seien mehr als 7.500 Tonnen Wert- und Schadstoffe gesammelt und umweltfreundlich verwertet worden. 40 verschiedene Abfallarten würden auf dem Wertstoffhof Nord getrennt gesammelt.