Jena. Platz wird Anforderungen nicht mehr gerecht. Bürgerinnen und Bürger sollen Anforderungen formulieren.

Wie soll der Ernst-Abbe-Platz künftig aussehen: Ein Workshop soll Antworten liefern. Hier werden die vielfältigen Anforderungen der Anlieger, Nutzer und Besucher an den Platz herausgearbeitet, diskutiert und bewertet, nachdem in der vergangenen Woche der Fördermittelbescheid für den klimagerechten Umbau des Platzes übergeben worden war.

Zunächst gelte es, die Aufgabenstellung von 2012 zu überarbeiten, um die Entwicklungen der vergangenen zwölf Jahre zu berücksichtigen. Hierfür wird es eine erste Phase der Bürgerbeteiligung geben, welche die Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer an den Platz herausarbeiten soll. Diese Ergebnisse werden (neben den Anforderungen des Fördermittelgebers) in die neue Aufgabenstellung einfließen. Um dies zu erreichen, wird am Freitag, 12. April, ab 17 Uhr im Hörsaal 5 der Friedrich-Schiller-Universität (Campus Carl-Zeiss-Straße) ein Workshop stattfinden. Alle Interessierten sind ohne Voranmeldung herzlich eingeladen.

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Bund gibt 6,3 Millionen Euro

2012 war ein internationaler Landschaftsarchitekten-Wettbewerb ausgerichtet worden mit dem Ziel, den Abbeplatz klimatisch zu verbessern. Nur hatte damals den Flächeneigentümern (Uni, Stadt, Jenoptik) das Geld gefehlt, das Areal entsprechend umzubauen. Mit den 6,3 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ übernimmt jetzt der Bund 85 Prozent der Umbaukosten. Es ist die zweithöchste Förderhöhe in dieser Tranche. Aufgrund der in die Jahre gekommenen Gestaltung des Platzes und des stetig steigenden Nutzungsdrucks bei gleichzeitiger klimatischer Veränderung des Stadtkerns wird der Ernst-Abbe-Platz den Anforderungen moderner innenstädtischer Plätze nicht mehr gerecht. Daher muss er eine grundlegende Überarbeitung erfahren.