Jena. Für einen neugestalteten Platz in Jena-Lobeda wird ein Name gesucht. Das Besondere: Die Vorschläge können Kinder und Jugendliche einreichen.

Das Wasser sprudelt bereits aus dem Brunnen auf dem Platz vor dem Jugendzentrum „Westside“ in Lobeda-West. Eine offizielle Adresse ist mit der Karl-Marx-Allee 15 schon gegeben. Nun will die Stadt Jena einen passenden Namen für den neugestalteten Platz finden.

Dazu sind bis zum 3. Juni alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre aufgerufen, online Namensvorschläge einzureichen, heißt es in einer Mitteilung. Anschließend folge bis zum 3. Juli eine Abstimmung über die eingereichten Vorschläge.

Geschichtsträchtiger Ort für Jena-Lobeda

„Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Namensgebung für unseren öffentlichen Platz ist ein wichtiger Schritt, um ihre Verbundenheit mit ihrem Lebensraum zu stärken und ihre Meinung ernst zu nehmen. Für die demokratisch Bildung ist es wichtig, dass sie aktiv an Entscheidungsprozessen teilnehmen können, die sie unmittelbar betreffen“, wird Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD) zitiert.

Der Newsletter für Jena

Alle wichtigen Informationen aus Jena, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der Platz sei für Lobeda ein sehr geschichtsträchtiger Ort, mit dem viele Erinnerungen und Emotionen der Anwohner verbunden sind. Auf diesem Areal befand sich bis 1998 das Kulturzentrum, das schließlich wegen zunehmenden Verfalls abgerissen wurde. Auf dem Gelände steht nun das Jugendzentrum „Westside“, das vor zwei Jahren eröffnet wurde, sowie die wenige Monate alte Sportschwimmhalle. Zudem wurde die Freifläche des Areals neu gestaltet.

Kegelbrunnen ist dem Original nachempfunden

In diesem Zuge wurde auch der Kegelbrunnen errichtet, in Anlehnung an den Brunnen von Karl-Heinz Adler und Friedrich Kracht aus dem Jahre 1975. Da von dem Original nur noch wenige Teile existieren, hat Steinmetzmeister Holger Schöne aus Camburg die drei Brunnenkegel wiederhergestellt. Eine frei stehende Mauer aus Formsteinelementen, die Steinmetzmeister Christian Späte aus Zeitz künstlerisch entwickelt hat, grenzt die Brunnenanlage zur Saaleaue hin räumlich ab.

Weitere Nachrichten aus Jena: