Jena. Zum internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit wurde am Pulverturm informiert: Auch das Thema queeres Zentrum für Jena wurde diskutiert

Der internationale Tag gegen Queerfeindlichkeit wird immer am 17. Mai begangen. In Jena informierten am Samstag deshalb queere Vereine und Initiativen am Pulverturm zum Thema. Matthias Gothe vom Thüringer Verein „Vielfalt Leben – Queer-Weg“ hatte gemeinsam mit seinen Mitstreitern und Mitstreiterinnen Infostände aufgebaut. Das Interesse der Passanten war jedoch eher sporadisch.

Emma informierte über das queere Zentrum in Erfurt, wo sie tätig ist. Konzeptionell getragen werde das Zentrum vom Verein „Vielfalt Leben – Queer-Weg“. Es sei ein sicherer Raum für die queere Community, halte neben Bildungs- und Beratungsangeboten auch ein Begegnungsangebot bereit und biete verschiedenen Gruppen einen Treffpunkt, wie beispielsweise einer Theatergruppe.

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Stadträtin Petra Teufel (FDP) hatte jüngst eine Anfrage zu der Umsetzbarkeit eines queeren Zentrums auch in Jena gestellt. In der Beantwortung des Oberbürgermeisters heißt es dazu, das Erfurter Zentrum sei mit sechs Angestellten thüringenweit tätig und werde von der Landesantidiskriminierungsstelle mit 200.000 Euro pro Jahr und zusätzlich mit 20.000 Euro von der Stadt Erfurt gefördert.

Vorhandene Strukturen fördern

In Jena wolle man jedoch zunächst den Schwerpunkt auf die Erhaltung und Förderung der bereits vorhandenen Beratungsstrukturen legen: die Queer-Lounge Jena, das Towanda oder auch das CSD Jena beispielsweise, heißt es weiter. Unter gewissen Voraussetzung sei ein Raum für queere Beratung jedoch realistisch umsetzbar. Zu den Voraussetzungen gehöre unter anderem ein tragfähiges Konzept durch einen Trägerverein. „Das verstehe ich mal als Arbeitsauftrag“, sagte Matthias Gothe vom Queer-Weg-Verein am Samstag. In den Wahlprogrammen der Jenaer Linken, Grünen, SPD sowie Volt finde sich die Forderung nach einem queeren Zentrum für Jena explizit, sagt Theresa Ertel vom CSD Bündnis Jena.

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