Jena. Friedrich-Schiller-Universität Jena unterstützt ukrainische Studieninteressierte. Notfallmedizinerin spricht bei der „Jenaer Abendvorlesung“.

Reparaturtechniken für Textilien erlernen

Das Team vom Reparier-Café ist am Freitag, 24. Mai, von 15 bis 18 Uhr im Geburtshaus Jena, Zitzmannstraße 2a, zu Gast. Bei diesem besonderen Termin können Besucher von den Expertinnen der Leipziger Firma „Räubersachen“ kunstvolle Stopf- und weitere Reparaturtechniken für Textilien lernen. Anders als bei den normalen Terminen des Reparier-Cafés werden diesmal ausschließlich Textilien repariert. Außerdem werden neue Mitstreiter gesucht: Menschen, die Freude am gemeinsamen Basteln, Tüfteln, Schrauben, Kleben, Flicken, Nähen oder auch am Kaffeekochen haben, können sich vor Ort über die ehrenamtliche Arbeit informieren. Wer defekte Geräte mit und ohne Kabel oder Fahrräder hat, kann diese gemeinsam mit den Ehrenamtlichen am Tag drauf, beim „Dein Tag im Paradies“, zwischen 13 und 18 Uhr am Stand des Reparier-Cafés auf der Rasenmühleninsel reparieren.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena unterstützt ukrainische Studieninteressierte.
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena unterstützt ukrainische Studieninteressierte. © Universität Jena | Jens Meyer

Hilfe für Universitäten in Not

Der Krieg in der Ukraine hat massive Auswirkungen auf den Lehrbetrieb ukrainischer Universitäten. Gebäude wurden zerstört, Bibliotheken gingen in Flammen auf. Tausende Studentinnen und Studenten haben Zuflucht in den europäischen Nachbarländern gefunden. Wer ein Studium in der Heimat aufnehmen möchte, muss zuvor die in der Ukraine obligatorischen Aufnahmeprüfungen absolvieren. Um diese sogenannten Multifachtests sicherstellen zu können, haben ostukrainische Hochschulen bereits zum dritten Mal um Hilfe gebeten. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena leistet dabei einen maßgeblichen Beitrag.

Wie der Leiter des Präsidialamtes der Universität Jena, Christopher Domhardt, mitteilt, wurden in der gesamten Universität fast 2300 Computer-Arbeitsplätze verteilt über drei Wochen angeboten. Angemeldet haben sich unterdessen 361 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sodass alle Tests im PC-Pool des Instituts für Psychologie absolviert werden können. „Damit werden mehr ukrainische Geflüchtete ihren Hochschulzulassungstest in Jena ablegen als in Paris, Brüssel oder Rom“, sagt Domhardt. Für Studierende des Instituts für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird es, dank der Unterstützung von Anja Schinkel und Jörg Peuckert, in dieser Zeit keine Einschränkungen geben. Insgesamt hatten die ukrainischen Universitäten in ganz Deutschland nach 9300 Plätzen gefragt, neun Universitäten beteiligen sich daran. Die Multifachtests gehen bis zum 1. Juni, weitere Termine reichen bis in den Juli.

Blues-Legende im Paradies-Café

Hochkarätig geht es zur 135. Blues-Kaffee-Veranstaltung am Sonntag, 26. Mai, mit Abi Wallenstein weiter. Abis Karriere begann vor langer Zeit auf den Straßen von Hamburg. Bald spielte er auch mit legendären Künstlern wie Inga Rumpf oder Vince Weber. Der Schritt auf die Bühnen erfolgte schnell, und im Laufe der Zeit wurde er vom Geheimtipp zum „Vater der Hamburger Bluesszene“. Mittlerweile steht er fast 60 Jahre auf der Bühne und seine Auftritte sind nach wie vor faszinierend. Am Sonntag tritt er ab 17 Uhr im Paradies-Café auf. Karten können unter anderem bei der Tourist-Info Jena im Vorverkauf erworben werden.

Weitere Nachrichten aus Jena:

Jena feiert den Tag der Vielfalt

Die Stadt Jena feiert am Dienstag, 28. Mai, zum elften Mal den „Tag der Vielfalt“. Unter dem Motto „Stimme für Vielfalt“ laden zahlreiche Akteurinnen und Akteure Jenas von 15 bis 19 Uhr rund um den Holzmarkt und ins Stadt-Lab ein. Das Büro für Migration und Integration der Stadtverwaltung Jena organisiert den Tag der Vielfalt in diesem Jahr erneut mit der Fachstelle Interkulturelle Öffnung der Awo Mitte-West-Thüringen in Kooperation mit fast 30 Trägern und Organisationen in Jena. Dazu gehören seit vielen Jahren unter anderem Beratungsstellen und Engagierte aus der Jenaer Vereinslandschaft, Jena-Wirtschaft, Bildungsträger sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Das Thema Vielfalt betrifft alle, weil Demokratie von Vielfalt lebt. Ein Höhepunkt ist das Singen mit dem Otto-Schott-Chor ab 18 Uhr auf der Bühne am Holzmarkt.

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Mehr Informationen zum Tag der Vielfalt in Jena und den beteiligten Partnern gibt es auf der Website www.tagdervielfalt.de sowie in den Sozialen Medien unter den Hashtags #stimmefürvielfalt und #tagdervielfaltjena.

Stefanie Hemmer, Oberärztin in der Klinik für Notfallmedizin am UKJ, klärt über die Notaufnahme auf.
Stefanie Hemmer, Oberärztin in der Klinik für Notfallmedizin am UKJ, klärt über die Notaufnahme auf. © UKJ

Was ist (k)ein Fall für die Notaufnahme?

Immer wieder kommen Menschen in die Notaufnahme, obwohl sie kein akuter Notfall sind. Das bedeutet zwar nicht, dass sie keine Hilfe benötigen: Wer jedoch keine lebensbedrohlichen Beschwerden hat, muss unter Umständen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Denn das Personal in den Notaufnahmen muss priorisieren. „Vielen fällt es einfach schwer einzuschätzen, wann sie ein Fall für die Notaufnahme sind“, weiß Stefanie Hemmer, Oberärztin der Klinik für Notfallmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

Bei der Abendvorlesung „Was ist (k)ein Fall für die Notaufnahme?“ am Mittwoch, 29. Mai, möchte sie ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und erklären, warum Menschen manchmal länger in der Notaufnahme warten müssen als andere. Die kostenlose Hybridveranstaltung beginnt 19 Uhr im Hörsaal 1 im UKJ in Lobeda und kann auch online verfolgt werden. Der Einwahllink samt Kenncode findet sich auf der Homepage www.uniklinikum-jena.de/Abendvorlesung.html. Fachpublikum und Medizininteressierte sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Spannende Stunden in der Imaginata

Spannende Sommerferien in der Imaginata. Ein Sommerabenteuer mit Waldexpedition, Experimenten und Schatzsuche, Schnitzen lernen oder neue Spiele ausprobieren – die Imaginata-Workshop-Wochen bieten Ferien-Erlebnisse für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 16 Jahren. Was im Pandemiejahr 2020 spontan als Notprogramm begann, um weggefallene Angebote zu ersetzen, wurde seither kontinuierlich weiterentwickelt. Dank einer Förderung der Deutschen Ehrenamtsstiftung konnte der Verein eine Holzwerkstatt einrichten. In der ersten und letzten Ferienwoche gibt es je drei parallele Workshops für verschiedene Altersgruppen. Auch für Verpflegung wird tagsüber gesorgt.

Alle Informationen gibt es unter imaginata.de/veranstaltungen/. Anmeldungen sind über das Kontaktformular der jeweiligen Woche möglich.