Campus-Fest der Ernst-Abbe-Hochschule gekrönt mit großem E-Symbol

Thomas Stridde
| Lesedauer: 2 Minuten
Die Süd-Koreanerinnen (von links) Tisu Ha, Hwiyeong Lee und Tihyeon Oh (rechts) sowie Natia Khorguashvili-Kinne (2. von rechts) aus Georgien boten Leckereien aus ihrer Heimat an beim Campus-Fest der EAH. Die Georgierin warb zugleich für die Aufnahme ihres Heimatlandes in die EU.

Die Süd-Koreanerinnen (von links) Tisu Ha, Hwiyeong Lee und Tihyeon Oh (rechts) sowie Natia Khorguashvili-Kinne (2. von rechts) aus Georgien boten Leckereien aus ihrer Heimat an beim Campus-Fest der EAH. Die Georgierin warb zugleich für die Aufnahme ihres Heimatlandes in die EU.

Foto: Thomas Stridde

Jena.  Ersteigerter Buchstabe aus dem Intershop-Schriftzug weist auf erfolgreichen E-Commerce-Studiengang

Symbolisch schöner konnte Mittwochabend das Campus-Fest der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) kaum gekrönt werden. Präsentiert wurde der Großbuchstabe „E“ aus dem Firmen-Schriftzug „Intershop“, der viele Jahre am Jentower prangte, bis das E-Commerce-Unternehmen neuen Sitz am Steinweg nahm. Bei der Buchstaben-Versteigerung hatte eine dem Internet-Handel verbundene Familie zugeschlagen und das große „E“ der Ernst-Abbe-Hochschule geschenkt, ohne öffentlich erwähnt sein zu wollen, so sagte Rektor Steffen Teichert auf Nachfrage. Vor einigen Jahren war es die Firma Intershop, die mit der Unterstützung einer Stiftungsprofessur den Aufbau des Fachgebiets E-Commerce an der EAH befördert hatte. Aktuell würden „über 200“ junge Leute im Bachelor- oder im Mastergang E-Commerce studieren. In diesem Jahr werde die Hochschule die 100. Absolventin verzeichnen können, sagte Rektor Teichert. Mittlerweile seien es 15 Firmen, die die E-Commerce-Studiengänge der EAH unterstützen. Das große „E“ solle nun vor der Aula der Hochschule angebracht werden. Und ja, der Buchstabe stehe für den Studiengang wie auch für Abbes Vornamen.

Ursprünglich habe man das 2018 erfolgreich eingeführte Format der Campus-Feier 2020 fortleben lassen wollen, sagte der Rektor zu Beginn des Festes. Aber: Corona. Nun sei es schön zu sehen, dass die Hochschule „das Feiern in problematischen Zeiten nicht verlernt hat“. Nein, sagte Teichert auf Nachfrage der Redaktion, man wolle so der Uni mit deren Sommerfest nicht zeigen: Können wir auch! Das Uni-Sommerfest sei an die Stadtgesellschaft gerichtet; das Campus-Fest sei „hier für uns und mit uns“ angelegt und gebe Gelegenheit, „uns als Ganzes zu sehen“. Und von wegen „Ingenieure sind feierfähig“: Diese Allein-Ausrichtung sei wahrlich ein Klischee, wenn man nur die Fachbereiche Wirtschaft, Soziales und Gesundheit mitdenke. Aktuell studieren 4600 junge Leute an der EAH, 20 Prozent davon sind Ausländer.