FC Carl Zeiss Jena spielt Unterwasserrugby im Trainingslager

Ettlingenweier  Bei Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena steht diese Woche neben klassischen Trainingseinheit auch Ungewohntes auf dem Programm. Derweil hat der Angriff auf die Stammplätze im Sturm begonnen.

Bevor es mit dem Unterwasserrugby losgehen kann, weist Trainer Christian Prowald (links) vom Tauchsportverein Malsch, der in der Bundesliga spielt, die Fußballer des FC Carl Zeiss Jena ein.

Bevor es mit dem Unterwasserrugby losgehen kann, weist Trainer Christian Prowald (links) vom Tauchsportverein Malsch, der in der Bundesliga spielt, die Fußballer des FC Carl Zeiss Jena ein.

Foto: Holger Zaumsegel

Es ist beschaulich in Ettlingenweier im Landkreis Karlsruhe. Auf dem Sportplatz des hiesigen Landesligisten, umsäumt von einigen Bergen, absolviert Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena die Übungseinheiten in seinem Trainingslager. Trotz langer Geheimhaltung des Ortes hat sich eine Handvoll Anhänger der Thüringer aufgemacht nach Baden-Württemberg, um das runderneuerte Team zu begutachten.

Es sind auch skeptische Worte zu hören. Vom Erfolg, so ist die einhellige Meinung, hänge letztlich die Bewertung dieses Neuanfanges ab. Das weiß freilich auch Trainer Lukas Kwasniok, der zur zweiten Einheit während des Camps acht Spieler aus dem Kader der vergangenen Saison und 16 Kicker begrüßt, die ihm noch nicht angehörten. „Es ist also eher so, dass man die Alten integrieren muss“, sagt er grinsend.

Zusammenfinden im Schnelldurchgang lautet deshalb die Devise in den sechs Tagen Trainingslager. Nachdem am Montag ein Besuch bei Box-Weltmeister Vincent Feigenbutz anstand, ging es gestern am Nachmittag zum Unterwasserrugby. Nach der um eine Stunde verspäteten Trainingseinheit am späten Vormittag stand ein gemeinsamer Ausflug an einen Badesee an.

Testspiel am Mittwoch gegen 1. FC Nürnberg II

FC Carl Zeiss Jena im Trainingslager

Der 21-jährige, der von der TSG Hoffenheim nach Jena gewechselt ist, gehört seit Montag dem Kader an. Im Training schmeißt er sich in jeden Zweikampf. „Klar, ich will viel spielen“, sagt er. Für die Saalestädter hat er ein Angebot eines finnischen Top-Klubs ausgeschlagen. „Ich wollte in Deutschland bleiben, den nächsten Schritt machen.“

Behutsam einen nach den anderen macht auch Julian Günther-Schmidt auf einem Nebenplatz. Nach seiner Leistenverletzung und siebenmonatiger Pause tastet er sich langsam wieder heran. Froh ist er, dass er aus Augsburg nun endlich fest an die Saale wechseln konnte. Dass er beim richtigen Training zuschauen muss, sei aber „einfach nur scheiße. Jetzt hoffe ich, dass ich bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.“ So in zwei, drei Wochen solle das der Fall sein. Dann greift auch der 24-Jährige wie Skenderovic nach einem Stammplatz im Angriff, um den sich außerdem noch Daniele Gabriele, Kilian Pagliuca und Felix Brügmann bewerben.

Am heutigen Mittwoch steht um 14.30 Uhr ein Testspiel gegen den Regionalligisten 1. FC Nürnberg II auf dem Programm. Große Bedeutung misst Trainer Kwasniok der Partie allerdings nicht bei. „Es ist nur ein Testspiel. Wir wollen die Dinge umsetzen, die wir in der Vorbereitung trainiert haben.“

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