Jena-Winzerla braucht optimistischen Tunnelblick

Augen zu und durch: Blick in den Fußgängertunnel Rudolstädter Straße.

Augen zu und durch: Blick in den Fußgängertunnel Rudolstädter Straße.

Foto: Thomas Beier

Jena.  Beim Aktionstag am Flößerbrunnen werden Ideen für den Tapetenwechsel in einer Jenaer Unterführung gesucht

Unter der Rudolstädter Straße wird es Zeit für was Neues. 14 Jahre nach der letzten Renovierung soll der Fußgängertunnel in Höhe Straßenbahnhaltestelle Enver-Şimşek-Platz frische Farbe bekommen. In der Unterführung haben viele Winzerlaer derzeit ein ungutes Gefühl. Unschöne Botschaften sind hier öfters zu lesen.

Beim Aktionstag am Flößerbrunnen wurden am Mittwochen Ideen für die Tunnelwände gesucht, deren längste 46 Meter misst. Die Arbeiten sollen Optimismus verbreiten und ein weltoffenes Bild des Stadtteils vermitteln. „Wir wollen die Leute mitnehmen“, sagt David Summers von der Koordinierungsstelle Kokont.

Jugendclub Hugo, der Freizeitladen sowie das Integrationsbüro sind mit im Boot. Ein erster Workshop mit Schülern ist in den Osterferien geplant. Wie schon 2008 könnte die Röhre dann in den Sommerferien farblich vollendet werden. Einige Graffiti-Übungen konnten potenzielle Mitgestalter gestern am Stand des Jugendclubs unternehmen. Hier ging es aber vorrangig um die Aufwertung von Beuteln.

Der Fußgängertunnel hat an Bedeutung verloren, seit vor Jahren eine überirdische Ampelquerung ans Netz ging. Intentionen, den Tunnel zu schließen, gibt es seitens der Stadt nicht. Die Restlaufzeit ist unbestimmt.