Lachen und Tränen beim Abschied von den Saaletalzwergen

Dorndorf-Steudnitz.  Höchstens fünf Jahre gehen die meisten Knirpse in den Kindergarten. Der war für Petra Spreda und Margitta Eckert über 40 Jahre Lebensmittelpunkt.

Lachen und Tränen - bei der Verabschiedung von Petra Spreda (hinten links)  und Margitta Eckert aus dem Kindergarten "Saaletalzwerge" in Dorndorf-Steudnitz gab es am Freitag beides.

Lachen und Tränen - bei der Verabschiedung von Petra Spreda (hinten links)  und Margitta Eckert aus dem Kindergarten "Saaletalzwerge" in Dorndorf-Steudnitz gab es am Freitag beides.

Foto: Angelika Schimmel

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Der „König der Löwen“ gab am Freitag im Kindergarten „Saaletalzwerge“ in Dorndorf-Steudnitz ein Gastspiel. Das Erscheinen des Königs der afrikanischen Steppe und seiner Gefährten hatte einen guten Grund: Er wollte Erzieherin Petra Spreda den Abschied von den „Saaletalzwergen“ erleichtern und ihre Vorfreude auf einen Besuch in seiner Heimat steigern.

Nach 43 Jahren Tätigkeit als Erzieherin in der Kindereinrichtung in Dorndorf-Steudnitz war am Freitag für für Petra Spreda der letzte Tag. Wie schon kurze Zeit vorher Kollegin Margitta Eckert, die es auf gut 40 Kindergarten-Jahre brachte, kann sie jetzt die Ruhephase der Altersteilzeit genießen. „Ein Urlaub in Namibia“, so verrät sie, sei das erste große Abenteuer dabei. Danach sei mehr Zeit für das Enkelkind, den Garten und endlich Sport. Auch Gitta Eckert weiß, dass ihre sieben Enkel sich schon freuen, dass Oma nun mehr Zeit für sie hat.

Ihre Kinder haben für Petra Spreda ein kunterbuntes dreistöckiges Vogelhäuschen gebaut, das in ihrem Garten Platz finden soll. „Und die Kinder haben versprochen, sich anzusehen, wie das Häuschen von den Vögeln angenommen wird“, erzählt sie. Von den Kolleginnen gibt es Blumen, jede Menge gute Wünsche und einen Gutschein für ein weiteres Abenteuer. Da stiehlt sich auch manche Träne auf kleine und große Gesichter. Dass die vielen kleinen Saaletalzwerge ihnen fehlen werden, ist zu vermuten. Denn Erzieherin war für beide Frauen schon in jungen Jahren der Traumberuf.

„Mehr als 40 Jahre in ein und derselben Einrichtung und bei demselben Arbeitgeber, der Stadt, gearbeitet zu haben, das ist heute schon eine Seltenheit“, sagt Kindergarten-Leiterin Simone Helm. An den beiden älteren Kolleginnen habe sie vor allem „ihre Zuverlässigkeit und Umsichtigkeit“ geschätzt. Für das Team einer so großen Einrichtung, hier sind 17 Erzieher tätig, sei es gut, wenn Jüngere und Ältere zusammen arbeiteten, jeder habe seine Stärken.

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