Ungefährdet weiter in die zweite Pokalrunde: FC Carl Zeiss Jena gewinnt gegen den FSV Schleiz

Schleiz  Mit einem 5:0 gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden FSV Schleiz zieht der FC Carl Zeiss in die zweite Pokalrunde ein.

Großer Tag in der Vereinsgeschichte: Mit dem Drittligisten Carl Zeiss Jena empfing Landesklässler Schleiz in der ersten Landespokal-Runde

Großer Tag in der Vereinsgeschichte: Mit dem Drittligisten Carl Zeiss Jena empfing Landesklässler Schleiz in der ersten Landespokal-Runde

Foto: Jürgen Müller

Der FC Carl Zeiss Jena hat das erste Pflichtspiel in dieser Saison gewonnen. Im Thüringer Fußball-Landespokal besiegte der Drittligist gestern vor 1789 Zuschauern Landesklasse-Vertreter FSV Schleiz mit 5:0 (2:0) und zog souverän in die zweite Runde ein.

Für beide Mannschaften war es die erste Pflichtpartie gegeneinander. Unbekannt ist den Saalestädtern das Schleizer Stadion Am Fasanengarten aber nicht. In der Vorbereitung auf die aktuelle Drittliga-Saison hatte die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok hier gegen die Tschechen vom FK Usti nad Labem getestet (0:0).

Die Gäste aus Jena nahmen die Partie sehr ernst. „Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft mitgebracht“, sagte Geschäftsführer Chris Förster. Trainer Kwasniok habe das Team wie auf ein Drittliga-Spiel vorbereitet, „auch wenn ein paar Spieler Wehwehchen auskurieren müssen“. Völlig chancenlos wähnte sich der FSV im Vergleich David gegen Goliath aber nicht. Mut machte seinen Teamkollegen im Vorfeld Spieler Mirko Horn, der 2010, damals noch in Diensten des VfB Pößneck, mit dem FC Rot-Weiß Erfurt schon einmal einen Drittligisten aus dem Landespokal eliminiert hatte.

Freistoß zur Jenaer Führung

Und die Schleizer machten durchaus Anstalten, den haushohen Favoriten zu ärgern. Die erste Chance gehörte ihnen. Aber Jenas Nummer zwei Flemming Niemann, der für Jo Coppens ins Tor gerückt war, hatte mit dem Schuss von Andre Hoyer keine Probleme. Die Jenaer erspielten sich zahlreiche Chancen, offenbarten gegen die mit Mann und Maus verteidigenden Rennstädter aber erneut Probleme im Abschluss. So musste für den punktlosen Tabellenletzten der 3. Liga ein Standard her, um das Eis zu brechen. Jenas Ole Käuper traf mit einem direkt verwandelten Freistoß zur Jenaer Führung (22.), die Kilian Pagliuca (38.) nach Käupers Vorarbeit zum 2:0-Pausenstand ausbaute. Auf der Außenbahn gab bei Jena Raphael Obermair, der erst am Donnerstag zum ersten Mal mittrainierte, ein unauffälliges Debüt. Chris Förster ist dennoch überzeugt vom Zugang. „Raphael ist sehr schnell und flexibel einsetzbar. Er bringt viel mit. Wir haben vieles richtig bei ihm gemacht.“

In der zweiten Halbzeit sorgten Pagliuca (50.) sowie der eingewechselte Niklas Jahn (72., 84.) für einen standesgemäßen Sieg des Favoriten, der am 18. August Waldhof Mannheim zum nächsten Ligaspiel (14 Uhr) empfängt. Die Schleizer gastieren am Freitag (18 Uhr) zum Derby beim VfR Bad Lobenstein.

Verweigerter Handschlag ohne Folgen – Keine Geldstrafe nach Schiri-Kritik

Nicht das sportliche Geschehen, sondern die Leistung und das Verhalten von Schiedsrichter Michael Bacher erhitzen beim FC Carl Zeiss Jena die Gemüter nach der 0:2-Niederlage am Sonntag im Drittligaspiel beim FSV Zwickau. Der 28-jährige Referee hatte durch strittige Entscheidungen – Elfmeter für Zwickau, Rote Karte gegen Jenas Maximilian Rohr – den FC Carl Zeiss auf die Verliererstraße gebracht. Außerdem zeigte er wegen angeblichen Lamentierens FCC-Coach Lukas Kwasniok, Kapitän René Eckardt und Julian Günther-Schmidt die Gelbe Karte. Was die Thüringer aber wirklich auf die Palme brachte, war, dass Bacher Stürmer Günther-Schmidt den sportlichen Handschlag nach der Partie verweigerte.

Konsequenzen scheint das Verhalten von Bacher vorerst keine zu haben. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) lediglich mit, dass im Rahmen des Coachingsystems die Spielleitung mit dem Referee und dem zuständigen Coach in dieser Woche aufgearbeitet wird.

Wenigstens bleibt den Jenaern eine Geldstrafe, die Trainer Kwasniok nach geäußerter Kritik befürchtete, erspart. Laut DFB seien aktuell „keine Ermittlungsverfahren gegen Spieler oder Verantwortliche des Vereins Carl Zeiss Jena anhängig“.

Zu den Kommentaren