Telefonat zur Raumstation: Bad Lobensteiner spricht mit ISS-Kommandant

Bad Lobenstein  Spannende Frage zu Experimenten mit Mikroben an Bord der Raumstation bekommt eine überraschende Antwort.

Der Bad Lobensteiner Steffen Jauch (weißes T-Shirt oben links) befand sich bei der Telefonschalte zur Internationalen Raumstation ISS im Hörsaal der Ruhr-Universität Bochum. Er durfte als erster seine Frage an den derzeitigen ISS-Kommandanten Luca Parmitano stellen (Bild unten rechts). Screenshot: Peter Hagen

Der Bad Lobensteiner Steffen Jauch (weißes T-Shirt oben links) befand sich bei der Telefonschalte zur Internationalen Raumstation ISS im Hörsaal der Ruhr-Universität Bochum. Er durfte als erster seine Frage an den derzeitigen ISS-Kommandanten Luca Parmitano stellen (Bild unten rechts). Screenshot: Peter Hagen

Foto: Peter Hagen

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Die Spannung erreichte am Dienstag kurz nach 15 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ihren absoluten Höhepunkt: In 400 Kilometern über dem Südpazifik verließ die Internationale Raumstation gerade die Nachtseite der Erde, als der Bad Lobensteiner Steffen Jauch im Hörsaal der Ruhr-Universität Bochum schon bereitstand, um mit dem derzeitigen ISS-Kommandanten Luca ­Parmitano das Gespräch aufzunehmen.

Auf dem Nasa-Monitor der weltweiten Übertragung war als Ankündigung zu lesen: „Expedition 61: ESA Astronaut Luca Parmitano speaks with schools in Spain, Italy and Germany“.

Lehrer aus Spanien, Italien und Deutschland hatten also die seltene Gelegenheit, direkt Fragen an den Astronauten zu stellen, der alle froh gelaunt mit einem herzlichen „Guten Morgen!“ auf drei Sprachen begrüßt hatte. Und Steffen Jauch aus Bad Lobenstein war gleich als erstes an der Reihe. Wie gefährlich Experimente mit Mikroben auf der Raumstation sein könnten, wollte er wissen, und ob die Ergebnisse wichtig sind für lebenserhaltende Kreislaufsysteme bei längeren Missionen wie dem Flug zum Mars. Zunächst erklärte Parmitano, wie derartige Experimente mehrfach abgesichert und gründlich vorbereitet sind. „Überraschend war dann für mich Teil zwei der Antwort“, gesteht Steffen Jauch, „denn Ziel der Experimente sei insbesondere die Erforschung, ob sich Einschläge von Asteroiden vermeiden lassen.“

Die Aufregung vor dem Astronauten-Gespräch war natürlich enorm, schilderte Steffen Jauch anschließend. „Der Blutdruck steigt und letzte Nacht hatte ich kaum noch geschlafen.“ Als er schon ab 11 Uhr im Hörsaal war, „begannen die Hände zu zittern und die Stimme wurde dünner“. Froh war er darüber, als erstes seine Frage stellen zu können. Denn das Zeitfenster ist eng und die Raumstation irgendwann einfach aus dem Funkbereich.

Der Mitschnitt des Gesprächs soll nun auf die Homepage www.missionx.rs-calberlah.de gestellt werden.

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