Philipp Amthor bei Oktoberfest der CDU Saale-Orla in Plothen

Plothen  Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor unterstützt die Direktkandidaten Stefan Gruhner und Christian Herrgott in der heißen Phase des Landtagswahlkampfes.

Bundestagsabgeordneter Philipp Amthor (links) und CDU-Landtagsabgeordneter Stefan Gruhner. Die CDU des Saale-Orla-Kreises stimmte sich bei einem von rund 170 Gästen besuchten Oktoberfest am Mittwochabend in der Plothenbachhalle in Plothen auf die heiße Phase des Landtagswahlkampfes ein.

Bundestagsabgeordneter Philipp Amthor (links) und CDU-Landtagsabgeordneter Stefan Gruhner. Die CDU des Saale-Orla-Kreises stimmte sich bei einem von rund 170 Gästen besuchten Oktoberfest am Mittwochabend in der Plothenbachhalle in Plothen auf die heiße Phase des Landtagswahlkampfes ein.

Foto: Peter Cissek

Die CDU Saale-Orla stimmte sich auf einem von rund 170 Gästen besuchten Oktoberfest am Mittwochabend in der Plothenbachhalle in Plothen auf die heiße Phase des Landtagswahlkampfes ihrer Direktkandidaten Stefan Gruhner und Christian Herrgott ein. „Mit Blaskapelle, Erntekrone und ein Bier, da fühle ich mich wohler als auf einen veganen Straßenfest in Berlin-Mitte“, sagte der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor als Festredner.

Es mache einen Unterschied, wer nach der Landtagswahl in zweieinhalb Wochen in Thüringen stärkste Kraft werde. „Wir sollten dafür arbeiten, dass es nicht die Vereinfacher von links oder rechts werden, sondern die CDU mit einem Ministerpräsidenten Mike Mohring“, sagte der 26-Jährige aus Mecklenburg-Vorpommern. Er stellte der rot-rot-grünen Landesregierung Thüringens ein schlechtes Zeugnis in der Bildungs- und Innenpolitik aus. Als Innenpolitiker kritisierte Amthor Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) für seine Aussage, dass jede erfolgte Abschiebung für ihn eine menschliche Niederlage sei.

Die Grünen seien vor allem bei den Medien und bei Großstädtern beliebt, die den ländlichen Raum oft nur vom Wochenendpicknick kennen, so Amthor: „In der Klimadiskussion gilt für mich der zentrale Satz: Grün zu wählen, das muss man sich mittlerweile leisten können.“ Die Bundesregierung habe beim Klimapaket nicht nur an die Bevölkerung in den Großstädten gedacht, sondern eine Balance zwischen Stadt und Land gefunden. Bei der Klimapolitik dürften nicht Fehler wiederholt werden, die an vielen Stellen bei der Energiewende gemacht wurden.

Kritikern wie Greta Thunberg gab Amthor zu bedenken, dass Deutschland das einzige Land in der Welt sei, das gleichzeitig aus der Atomkraft und der Kohle aussteige. „Gerade wir in Ostdeutschland sind häufig diejenigen, die unter anderem mit der Windkraft die größten Belastungen zu tragen und den höchsten Strompreis zu bezahlen haben. Wir sollten beim Klima nicht auf Hysterie setzen, sondern auf Maß und Mitte“, sagte er.

Von der Grünen-Doppelspitze Habeck und Baerbock könne die CDU nur lernen, öfter mal gute Laune auszustrahlen, aber nicht deren Inhalte kopieren. Ähnliche wie die Grünen spiele die AfD mit den Ängsten der Menschen. Sie lebe nur von Ablehnung und Protest, sagte Amthor. Er habe mit seinem Team vor der Bundestagswahl an 15.000 Haustüren geklopft und bekam dort zu hören: „Wir wissen die AfD löst unsere Probleme nicht, aber wir wählen die AfD, weil wir von euch enttäuscht sind.“ Er verteufle diese Wähler nicht. Die CDU müsse jene Menschen überzeugen, dass sie nicht die Kandidaten wählen, die auf Populismus setzen, sondern seine Partei mit klaren Antworten und authentischen Kandidaten wie Stefan Gruhner und Christian Herrgott, sagte er vor dem Fassbieranstich.

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