Traditionsreicher Adventsmarkt in Neustadt abgesagt

Neustadt.  Viele aktuelle coronabedingte Unsicherheiten bewogen die städtischen Organisatoren zu der Entscheidung.

Weihnachtliches Treiben in den Neustädter Fleischbänken im Jahr 2019.

Weihnachtliches Treiben in den Neustädter Fleischbänken im Jahr 2019.

Foto: Peter Cissek / Archiv

Eines der wichtigsten Feste im Jahr rückt näher, in knapp zweieinhalb Monaten ist Heiligabend. Orlataler stimmen sich deshalb auch gern mit dem Adventsmarkt in den Fleischbänken und auf dem Kirchplatz, der jedes Jahr am zweiten Adventswochenende gefeiert wird, darauf ein. In diesem Jahr allerdings haben sich die städtischen Organisatoren schweren Herzens zu einer Absage des Neustädter Adventsmarktes entschlossen.

„Es fiel uns nicht leicht, weil wir doch wissen, dass der Adventsmarkt in Neustadt ein fester Termin für die Bürger, Vereine und auch die Händler ist, auf den sich alle freuen und mit dem sich viele Menschen verbunden fühlen“, so Bürgermeister Ralf Weiße (BfN). Die Veranstaltung in der gewohnten Gemütlichkeit mit vielen hundert Besuchern, die gemeinsam Glühwein schlürfen, vor der Bühne stehen, wenn ihre Kinder und Enkel ein Weihnachtsprogramm aufführen, oder auf dem Kirchplatz nach Kulinarischem anstehen, erscheine angesichts der aktuell steigenden Infektionszahlen als nicht vorstellbar, ist in einer Meldung der Stadt zu lesen.

Die umfangreichen Vorgaben wie Maskenpflicht, Einbahnstraßensystem und Alkoholverbot, die einen Mehraufwand für Neustadt bedeuten würden und deren Einhaltung nur schwer zu kontrollieren sei, wären Argumente, die gegen eine Durchführung sprechen.

„Hoffen auf bessere Zeiten“

„Der Adventsmarkt wäre nicht wie sonst. Der heimelige Charakter, welchen die Besucher schätzen, ginge verloren, selbst wenn wir auch über einen Ortswechsel und strikte Abstandsregelungen nachdachten“, so Weiße. Hinzu komme die fehlende Planungssicherheit, die nicht nur für die Organisatoren, sondern auch für die Händler eine wichtige Rolle spiele.

Nicht zuletzt führte das Geschehen der vergangenen Woche dem gesamten Landkreis vor Augen, wie schnell sich Rahmenbedingungen für Veranstaltungen ändern können. So könne eine kurzfristige Absage erzwungen werden. „Die anhaltende Corona-Pandemie stellt uns fast täglich vor neue Herausforderungen, die mit Bedacht und Weitsicht bewältigt werden müssen. Wie sicherlich jeder, hoffe auch ich auf bessere Zeiten, damit traditionelle Feste und Großveranstaltungen gefeiert werden können. Bis dahin bitte ich alle Bürger um Verständnis“, so Weiße.