Fast 70 Stellen weniger bei Kennametal Königsee

Königsee.  Betriebsrat und IG Metall wollen den Stellenabbau durch die Verlagerung von Kapazitäten nicht einfach so hinnehmen

Am 28. August 2019 kamen Beschäftigte aller deutschen Standorte der Kennametal Holding vor der Aufsichtsratssitzung in Fürth  zusammen, um gegen Standortschließungen zu protestieren. Darunter waren auch Beschäftigte aus Königsee.

Am 28. August 2019 kamen Beschäftigte aller deutschen Standorte der Kennametal Holding vor der Aufsichtsratssitzung in Fürth  zusammen, um gegen Standortschließungen zu protestieren. Darunter waren auch Beschäftigte aus Königsee.

Foto: Katja Barthold / IG Metall

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Für knapp siebzig Familien im Umkreis von Königsee wird es die Adventszeit schwer haben, Besinnlichkeit zu verbreiten. Stattdessen drängt sich die Sorge um die berufliche Zukunft in die Familiengespräche am Mittagstisch überall dort, wo beim Werkzeughersteller Kennametal, der einst unter dem Namen Widia bekannt war, das Geld für die Haushaltskasse verdient wird. Die aktuellen Nachrichten haben sich eigentlich schon im Frühling angekündigt. Da entschied die Unternehmensführung des weltwelt operierenden Unternehmens, das 1938 in Pittsburgh, Pennsylvania gegründet wurde, die sogenannte Stabfertigung von Königsee weg in den oberpfälzischen Standort Vohenstrauß zu verlegen. Die damals 29 betroffenen Stellen will man so abschmelzen, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. „Dies wäre im Bereich des Machbaren geblieben”, schätzt Silvio Rosenbusch, Vorsitzender des Betriebsrates in Königsee ein. Doch hatten nicht nur er, sondern auch andere Belegschaften und Betriebsräte an deutschen Standorten ein ungutes Gefühl, als sie sich zu einem Aktionstag vor der deutschen Zentrale trafen. „Die Befürchtungen von damals sind nun Realität geworden”, sagt auch Katja Barthold, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall, die solche Entwicklungen auch bei anderen Mittelständlern spürt, die unter den Einfluss ausländischer Investoren geraten sind.

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IG Metall sieht Standort geschwächt

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