Hermsdorf. Christian Herrgott, Johann Waschnewski und Ulli Schäfer einig bei Treffen in Hermsdorfer Firma Schmeissner

Sicherheit wird in diesen Tagen groß geschrieben, in allen Bereichen. Das merkt man auch bei der Hermsdorfer Firma Schmeissner. „Der Bedarf steigt“, sagt Geschäftsführer Uwe Schmeissner. 43 Mitarbeiter zählt das Unternehmen, das europaweit zu einem der führenden Hersteller von Sicherheitstechnik im Museumsbereich zählt.

Erst kürzlich haben in der Hermsdorfer Firma drei junge Leute ihre Ausbildung beendet, nun sucht Uwe Schmeissner neuen Nachwuchs. Bislang ohne Erfolg. „Die Rahmenbedigungen sind schwierig“, sagt er.

Saale-Holzland: Zu viele Abbrecher

Zwar blickt man beim Berufsschulzentrum Hermsdorf-Schleiz-Pößneck optimistisch in die Zukunft, absolvieren doch derzeit rund 1000 Schüler ihre Ausbildung an den drei Standorten. Frank Mylius, zuständig für den Schulteil Pößneck, blickt dennoch sorgenvoll in die Zukunft. Grund: Nach den gängigen Prognosen müsste die Zahl der jungen Leute, die es noch nicht einmal bis zum Hauptschulabschluss schaffen, sinken. „Praktisch ist das Gegenteil eingetreten.“

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Johann Waschnewski, Erster Beigeordneter des Saale-Holzland-Kreises, Dr. Ulli Schäfer, Erster Beigeordneter des Landkreises Greiz, und Christian Herrgott, Landrat des Saale-Orla-Kreises (alle CDU), ist das Problem des Ausbildungsniveaus junger Leute, insbesondere aber die Auswirkungen der demografischen Entwicklung in ihren Regionen auf die Leistungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft, durchaus bewusst. Alle drei Politiker, die im Rahmen eines Arbeitsbesuches bei Schmeissner über Möglichkeiten diskutierten, dem Ausbildungsbereich flankierend beizustehen, waren sich am Ende einig, bei den regionalen Ausbildungsbörsen mehr über den Tellerrand zu schauen.

Saale-Holzland: Perspektiven aufzeigen

So wolle man jungen Leuten auch berufliche Perspektiven in Unternehmen aufzeigen, die außerhalb des jeweiligen Landkreises tätig seien. „Am Ende zählt, dass der Nachwuchs in der Region bleibt“, sagte Waschnewski. Christian Herrgott verwies seinerseits darauf, dass man am Standort Pößneck immens viel in die sächliche Ausstattung der Berufsschule investiert habe.