Saale-Holzland. Wie der aktuelle Baustand ist und was die nächsten Schritte auf der Baustelle in Ottendorf sind.

„Das Glas zersplittert nun im Grunde, gesegnet sei das Haus zur Stunde“, sagte Dachdecker Jörg Neubauer am Dienstagnachmittag zum Richtfest für das neue Feuerwehrhaus in Ottendorf – und warf ein Sektglas zu Boden. Zuvor schlugen Ottendorfs Bürgermeister Stefan Hücker und Ortsbrandmeister Jens Ille die letzten zwei Nägel ins Gebälk des Gebäudes. Mit diesen traditionellen Handlungen war der offizielle Teil des Richtfestes vollzogen und der gemütliche Part konnte beginnen.

Ende September 2023 war in Ottendorf Baustart für den etwa 70 Quadratmeter großen Neubau, der direkt an die bestehende, alte Feuerwehrgarage angebaut wurde. Der komplette Rohbau ist mittlerweile fertiggestellt, ebenso der Dachstuhl mit Zwischendecke. „Die Dacheindeckung ist auch fast abgeschlossen“, sagte Ottendorfs Bürgermeister.

Kameraden halfen bei Bauvorbereitungen für ihr neues Feuerwehrgebäude mit

Stefan Hücker betonte, dass er sehr stolz auf die Gemeinschaft im Ort, auf die Kameraden der Feuerwehr und die Mitglieder des Feuerwehrvereins sei. Denn bis zu 20 Helfer der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes und aus dem Verein sparten der Gemeinde etwa 18.000 Euro bei einem Einsatz auf der Baustelle. „An einem Freitag ab 15 Uhr bis zum darauffolgenden Samstag, 12 Uhr, haben sie beim Abriss des Daches der alten Feuerwehrgarage und der beiden Giebelwände geholfen. Zwischendurch war noch für etwa eineinhalb Stunden ein Feuerwehreinsatz.“

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Der Bürgermeister und auch Albert Weiler, Chef der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hügelland/Täler, lobten besonders Bauamtsleiterin Anita Bornschein und die Kämmerei der VG. Weil es Probleme bei der Planung des Feuerwehrhauses gegeben hatte, musste eine intensive Prüfung durch das Bauamt in enger Zusammenarbeit mit der Kämmerei erfolgen, sagte Albert Weiler. Er dankte zudem allen Ehrenamtlichen und ergänzte: „Die Feuerwehr ist die Armee des Bürgermeisters, die muss man sich warmhalten. Stefan sorgt dafür, dass es in Ottendorf läuft. Euch allen vielen Dank.“

Saale-Holzland: Bodenplatte in alter Fahrzeuggarage musste ebenfalls weichen

Anders als vorab geplant, sei in der alten Fahrzeughalle die Bodenplatte entfernt und erneuert worden. „Sie war an vielen Stellen porös, sodass wir entschieden haben, sie herauszureißen und gleich mit zu erneuern.“ Auch sei die Decke höher als geplant eingezogen und die Einfahrt verbreitert und erhöht worden.

Die nächsten Schritte auf der Baustelle seien nun der Einbau der Fenster, danach werde sich um Heizung, Sanitäranlagen und Elektroinstallationen gekümmert. Putz- und Bodenbelagsarbeiten folgen, ebenso Trockenbau, das Fliesenlegen und Malerarbeiten. Nach bisherigen Planungen soll das neue Ottendorfer Feuerwehrhaus spätestens bis 2025 fertiggestellt sein.

Baukosten liegen bei derzeit etwa 600 000 Euro

Im Anbau untergebracht werden sollen die Umkleiden für die Kameraden, die Sanitärräume und der Schulungsbereich für etwa 25 Feuerwehrmänner und -frauen. Die Vorfreude auf das neue Feuerwehrhaus ist groß: Die Kinder der Jugendfeuerwehr können künftig in den neuen Räumlichkeiten ausgebildet werden und müssen dafür nicht, wie bisher, im Schulgebäude bleiben. Neben den Feuerwehrleuten wird auch der Feuerwehrverein die neuen Räumlichkeiten nutzen, zuletzt kamen die Mitglieder im Jugendklub zusammen.

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Die Kosten für das Bauvorhaben liegen derzeit bei geschätzten 600.000 Euro. 85 Prozent dieser Summe wird über die Dorferneuerung des Landes Thüringen gefördert, die restlichen 15 Prozent muss die Gemeinde als Eigenanteil stemmen.