Kahla. Jan Schönfeld stellt sich am 26. Mai zur Wiederwahl in Kahla. Drei Fragen an den Amtsinhaber und einzigen Kandidaten für die Stadt Kahla.

Es ist zwar kein Novum in Kahla, aber doch ungewöhnlich im Vergleich zu den Wahlen der Vorjahre: Offiziell stellt sich nur ein Kandidat zur Bürgermeister-Wahl auf. Das war zuletzt 2006 mit Bernd Leube der Fall. Jetzt will Jan Schönfeld (parteilos), jetziger Amtsinhaber, weitermachen. Es spricht auch für seine bisherige Arbeit - mehrere Wählergruppen unterstützen ihn. Ein kurzer Rück- und Ausblick in drei Fragen:

Was hat Sie überrascht in Ihrer ersten Amtszeit?

In meiner ersten Amtszeit habe ich einige Erkenntnisse gewonnen, die meine Sichtweise auf die Verwaltungsarbeit verändert haben. Eines der Dinge, die mich besonders überrascht haben, waren die langen Entscheidungswege in der Verwaltung. Oftmals mussten Entscheidungen durch verschiedene Abteilungen und Instanzen gehen, was zu Verzögerungen und Frustrationen führen konnte. Diese Erfahrung hat mich dazu motiviert, effizientere Prozesse innerhalb der Verwaltung zu fördern, um bürokratische Hürden zu minimieren und die Entscheidungsfindung zu beschleunigen.

Was war Ihr größter Fehler in der ersten Amtszeit?

In der ersten Amtszeit habe ich sicherlich auch Fehler gemacht. Fehler zu machen ist menschlich und bietet uns die Möglichkeit, zu wachsen und uns zu verbessern. In meinem Fall war es ein Bewerbungsverfahren, welches aufgehoben werden musste (für die Stelle des Hauptamtsleiters, Anm. d. Red.). Dies habe ich auch so im Stadtrat kommuniziert, denn um mit Fehlern umzugehen, halte ich eine offene und transparente Kommunikation für entscheidend. Es ist wichtig, Verantwortung zu übernehmen, Fehler anzuerkennen und daraus zu lernen.

Welches Projekt liegt Ihnen in den nächsten Jahren am Herzen?

Wir nehmen unsere Verantwortung für die Zukunft unserer Jugend ernst. Das Drogenpräventionsprojekt „Revolution Train“ läuft erfolgreich seit 2023 und wird auch 2024 fortgesetzt. Die positiven Rückmeldungen aus den Schulen und den Elternhäusern bestätigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.

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