Katzhütte. Nach vielen vergeblichen Bemühungen versucht die Bürgerschaft jetzt, über die Bundesnetzagentur Druck zu machen

Es gehörte zu den letzten Gemeinderatssitzungen in Katzhütte fast schon wie ein Ritual: Die Beschwerde über den in letzter Zeit massiv eingeschränkten Mobilfunkempfang in Teilen des Orts. Die ohnehin herausfordernde Topografie stellt ja Mobilfunkbetreiber schon unter Normalbedingungen vor Herausforderungen. Katzhütte mit seinen gleich mehreren Tälern legt da noch einmal eine Schippe drauf.

Umso unangenehmer wirkt sich aus, wenn in solchem Gelände technische Defekte auftreten. Um solche handelt es sich offenbar und die Gemeinde versucht nun, die Bürgerschaft zu aktivieren und bei der Bundesnetzagentur Druck zu machen.

Sagt auch den Nachbarn, Eltern und Großeltern Bescheid, damit sich möglichst viele an der Aktion beteiligen!
Ramona Geyer

In einem Aufruf auf der kommunalen Webseite heißt es, der Funkmast auf dem Kieslerstein sei seit 2021 außer Betrieb. Damit gebe es im Ortsteil Oelze, konkret in der Großbreitenbacher Straße, keinen Handy-Empfang. Alle Versuche der Gemeinde, dieses Problem zu lösen waren bisher vergebens.

Nun sollen sich alle betroffenen Einwohner selbst bei der Bundesnetzagentur beschweren. Bürgermeisterin Ramona Geyer hat dazu einen Musterbrief mit einer Vorgangsnummer entworfen. Sie ruft außerdem auf: „Sagt auch den Nachbarn, Eltern und Großeltern Bescheid, damit sich möglichst viele an der Aktion beteiligen!“

In dem Brief wird auf die Beschädigung des Mastes durch einen Sturm im Februar vor inzwischen drei Jahren hingewiesen. Selbst Notrufe könnten nicht mehr abgesetzt werden. Besonders ärgerlich: Nach Information durch der Gemeinde ist der Mast noch als funktionstüchtig gemeldet. In der Realität jedoch sei dies nicht der Fall. Die Bundesnetzagentur wird um Prüfung des Sachverhaltes und um die Aufforderung des Netzbetreibers zur Instandsetzung gebeten.