Saalfeld/Unterwellenborn. Auszubildende des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt schnuppern Industrieluft und erfahren vor Ort, wie der Stahl geschmolzen wird

Dieser Tage fand nach über zehn Jahren Pause wieder einmal für alle Auszubildenden des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt eine Betriebsbesichtigung des Stahlwerks in Unterwellenborn statt. „Wir freuen uns, dass wir unseren Auszubildenden nach langer Zeit wieder die Chance einer solchen Besichtigung in einem der bedeutendsten Unternehmen des Landkreises ermöglichen können.“, wird Ausbildungsleiterin Elisa Slabon in einer Mitteilung der Kreisbehörde zitiert.

Zu Beginn wurden alle Teilnehmer der Betriebsbesichtigung mit Kitteln, Helmen, Gehörschutz und Schutzbrillen ausgestattet. Anschließend teilte sich die Gruppe und ging unter Führung der Ausbildungsverantwortlichen des Stahlwerks, Maren Hopfe und Obermeister Peter Wosnitza, auf Besichtigungstour durch verschiedene Bereiche des Unternehmens. Hierbei sollten die Teilnehmer auf einer Strecke von etwa vier Kilometern - und teilweise in zehn Metern Höhe - einen Einblick in die Prozessschritte der dort hergestellten Stahlträger bekommen.

Viele Eindrücke und Informationen mitgenommen

Zuerst ging es zum Schrottplatz, auf dem sich mit dem Stahlschrott der wichtigste Rohstoff zur Herstellung von Stahlträgern befindet. Danach wurde durch den Schmelz- und Gießbetrieb geführt. Im Schmelzbetrieb wird der Stahlschrott in einem Gleichstrom-Lichtbogenofen für die weitere Bearbeitung bei einer Temperatur von 1620 Grad Celsius geschmolzen. Im Anschluss kommt die Masse in den Pfannenofen, wo durch die Zugabe von Legierungsstoffen die vom Kunden bestellte Stahlsorte entsteht. Im Gießbetrieb wird der Flüssigstahl zu Vorblöcken gegossen. Die Brennschneidmaschine bringt dann die Blöcke auf die gewünschten Längen. Zum Abschluss bekamen die Auszubildenden einen Einblick in die Walzstraße und Adjustage. Hier werden die vom Kunden gewünschten Stahlträger erzeugt.

„Die Werksführung im Stahlwerk war eine gelungene Abwechslung zu unserem Alltag zwischen Berufsschule und Behörde. Es war interessant zu sehen, wie sich der Produktionsablauf eines der größten Unternehmen des Landkreises gestaltet und ich habe daher viele Eindrücke und Informationen von diesem Tag mitnehmen können“, wird abschließend die Auszubildende Ronja Fritsch zitiert.