Saalfeld. Dominique Lattich über Worte, Ehrlichkeit, Versprechen und das, was übrig bleibt

Mit der Kommunikation ist es so eine Sache: Oft ist sie anspruchsvoll – mehr als es vielleicht der eigene Geist in dem Moment hergeben will. Oft muss sie – um dem Zweck zu dienen – ehrlicher sein, als wir es uns eingestehen wollen. So viel hängt schließlich auch von unserem Ego ab. Und wenn wir kommunizieren, geben wir womöglich auch Versprechen, die wir nicht halten können.

Wie schwer Kommunikation und ihre Folgen sein können, lesen wir jeden Morgen in unserer Tageszeitung. Täglich beschäftigen uns Konflikte, Versprechen, die nicht eingehalten werden und Vorhaben verzögern ebenso. Aber: Kommunikation ist es auch, wenn Veranstaltungen wie das Frühlingsfest entstehen.

Wir können den Glasfaserausbau vorantreiben, wie wir wollen, solange wir nicht lernen, anständig auf Augenhöhe und ehrlich miteinander zu kommunizieren, bringt uns der ganze Fortschritt nichts. Und dessen sollten wir uns wieder mehr bewusst werden, denn vor allem raubt Fehlkommunikation eines: Lebenszeit, die nie zurückkommt.