Saalfeld. Landrat und Kreisbauernverband suchen neue Wege zur Unterstützung der hiesigen Landwirtschaft

Wie kann man unsere landwirtschaftlichen Unternehmen im Landkrei sbesser unterstützen – um diese Frage ging es bei dem gemeinsamen Besuch von Landrat Marko Wolfram und Dirk Reichelt, dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes, auf der Landwirtschaftsmesse AGRA in Leipzig. Die aktuell noch bis Sonntag stattfindende Messe ist ein wichtiger Branchentreff, der alle zwei Jahre stattfindet.

Konsument hat es in der Hand

Wolfram und Reichelt machten sich ein Bild davon, wie sich Branche au fdieser überregionalen Fachmesse mit über 1.000 Ausstellern präsentiert. So geht es aus einer Mitteilung des Landratsamtes hervor. „Nachhaltige regionale Energiewirtschaft, Bürokratieabbau und öffentliche Anerkennung für unsere Arbeit – das sind die zentralen Themen, die uns Bauern derzeit bewegen“, sagte Dirk Reichelt im Gespräch mit dem Landrat. Letztendlich habe es der Konsument in der Hand, wie es dem Bauern geht, so Reichelt, denn er entscheide, welches Fleisch er kauft – ob regional vom Bauern oder eingeflogenes Billigprodukt. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Bauernproteste sei es auch wichtig, die öffentliche Wahrnehmung des Berufsstandes in der Gesellschaft zu verbessern.

Besuch bei Firma Kotschenreuther

Wolfram pflichtete dem bei: „Unsere Landwirte leisten ehrliche, harte Arbeit, sie sind oft hoch innovativ und versorgen uns mit guten und regionalen Lebensmitteln. Ich werde alles dafür tun, um unsere Bauern weiter zu unterstützen und ihre tagtäglichen Leistungen auch mehr in das öffentliche Bewusstsein zu rücken“. Ein „Tag der Landwirtschaft“ im Landkreis wäre eine Möglichkeit, die Wolfram und Reichelt besprachen, an dem sich nicht nur landwirtschaftliche Unternehmen, sondern auch regionale Zulieferer der Öffentlichkeit präsentieren können.

Höhepunkt des Treffens war die Besichtigung der riesigen Landmaschinen der Firma Kotschenreuther Forst- und Landtechnik GmbH mit einer Niederlassung in Teichröda. Geschäftsführer Eugen Kotschenreuther, seine Familie und sein Team freuten sich besonders über den Besuch aus der „Niederlassungsheimat“ und begrüßten die Idee des geplanten regionalen Landwirtschaftstages. Das seit 1957 bestehende Familienunternehmen gehört zu einem der größten John Deere Händler Deutschlands und hat seinen Stammsitz im oberfränkischen Steinwiesen. Mit acht Standorten und sechs Partnerhändlern in Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 300 Mitarbeiter.

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