Ausbildungsmesse in Bad Blankenburg bietet Schülern Abwechslung

Roberto Burian
| Lesedauer: 3 Minuten
Die Ausbildungsmesse, die momentan in der Bad Blankenburger Stadthalle stattfindet, werten die Organisatoren bereits nach dem Eröffnungstag als Erfolg. Der große Besucherandrang spricht für sich.

Die Ausbildungsmesse, die momentan in der Bad Blankenburger Stadthalle stattfindet, werten die Organisatoren bereits nach dem Eröffnungstag als Erfolg. Der große Besucherandrang spricht für sich.

Foto: Roberto Burian

Bad Blankenburg.  Bereits am Freitag, dem ersten Tag der Messe Inkotakt in der Bad Blankenburger Stadthalle, kamen tausende Schülerinnen und Schüler.

Was soll ich werden? Welche Ausbildung passt zu mir? Wie erwartet begann die Ausbildungsmesse Inkontakt am Freitag mit einem starken Andrang aus den Schulen der Region. Tausende Schülerinnen und Schüler waren auf dem Gelände der Bad Blankenburger Stadthalle unterwegs. Kein Wunder, haben die Jugendlichen hier die Chance, mit den Betrieben und Ausbildern direkt ins Gespräch zu kommen.

Online-Formate ersetzen keinen persönlichen Kontakt

„Es ist unglaublich, wie viele Besucher schon da sind. Die Halle ist voll“, erklärt Matthias Fritsche, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderagentur Saalfeld-Rudolstadt eine Stunde nach dem Start. „Also von Aussteller- als auch von Besucherseite, ist der Bedarf da, den persönlichen Kontakt zu haben. Die ganzen Online-Formate können einfach das Persönliche nicht ersetzen“, so Fritsche weiter. Und so präsentieren sich über 100 Aussteller und stellen ihre Ausbildungs- oder Weiterbildungsangebote vor. Die meisten Besucher an diesem ersten Messetag sind allerdings noch auf der Suche nach ihrem Traumjob – und sind etwa im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. So wie Nick (14) Samuel (14) und Kevin (16) von der Regelschule in Oberweißbach, die sich nach einem Job als Handwerker umsehen. Während sich Pauline (14) von der Bildungseinrichtung in Unterwellenborn für einen sozialen Beruf interessiert, zieht es ihre gleichaltrige Freundin Freya in Richtung Landwirtschaft. Nils von der Bad Blankenburger Regelschule weiß bereits, dass er einmal Tischler werden möchte, während sich Klassenkamerad Leopold eine Ausbildung als Elektriker vorstellen kann. Lea vom Rudolstädter Gymnasium plant, einmal in einem Verlag oder als Journalistin zu arbeiten. Während Eva, die ebenfalls die Rudolstädter Bildungseinrichtung besucht, sich für die Rechtsmedizin begeistert, hat Hannah aus der Kreisstadt noch keinen Plan, was sie einmal werden möchte. Florentine (13) hat eine Ausbildung am Theater im Blick und Svea möchte in der Gastronomie Fuß fassen. Einige Stände laden auch zu Mitmachaktionen ein, wie etwa bei der Tischlerei Hantschel. Auch an so manchem Stand stellen die Azubis an praktischen Beispielen ihre Arbeit vor. Dass die jungen Leute hier selbst von jungen Auszubildenden beraten werden, komme gut an. Janine Paschold, welche für die Ausbildung beim Finanzamt zuständig ist, teilt mit, dass sich bei ihr viele der Anwesenden über die Ausbildungsmöglichkeiten informiert haben. Auch Geschäftsführer Enrico Jakusch von der Firma Drehtechnik aus Saalfeld und Dachdeckerchef Uwe Eichhorn aus Oberweißbach zeigen sich sehr zufrieden mit dem ersten Tag der Messe. Wenn man fragt, was sie denn gern beruflich machen möchten, sagen viele der Jugendlichen „irgendwas mit Tieren“, „irgendwas mit Medien“, „irgendwas mit Kindern oder Senioren“. Die Ausbildungsmesse ist dabei längst zu einem Wegweiser im Berufe-Dschungel geworden. Die Aussteller lobten die gute Vorbereitung.