Straußfurt: CDU kritisiert Bürgermeister Olaf Starroske

Straußfurt  Die Bewerbung der Allianz Thüringer Becken für die Landesgartenschau 2028 soll im Gemeinderat diskutiert werden.

Claudia Heber ist Vorsitzende der CDU-Fraktion im Straußfurter Gemeinderat.

Claudia Heber ist Vorsitzende der CDU-Fraktion im Straußfurter Gemeinderat.

Foto: Benedikt Heber

"Der Antrag der CDU-Fraktion liegt vor", antwortet Straußfurts Bürgermeister Olaf Starroske (BiST). Die Mitglieder mit Claudia Heber an der Spitze wollen das Thema Landesgartenschau der Allianz Thüringer Becken und den Alleingang des Bürgermeisters auf die Tagesordnung der nächsten Straußfurter Gemeinderatsitzung setzen.

Wie die Fraktionsvorsitzende mitteilt, erfuhr sie von der Abgabe der Bewerbung durch die Zeitung. "Die Idee ist nett, aber als betroffene Gemeinde wäre eine Information vorher nicht schlecht gewesen, zumal damit nicht unerhebliche Kosten verbunden sind", sagt sie. Von der Bewerbung selbst habe sie erst durch die Haushaltsberatungen im Kreistag erfahren, weil die Allianz Geld für die Planung beantragt habe. Wie sie informiert, hat der Kreistag die Gelder mit Auflagen gebilligt.
Öffentlich hingewiesen hat sie, dass die Gemeinderäte noch zu beteiligen sind. "Die Aussage, dass das stattgefunden habe, ist im Fall von Straußfurt schlicht falsch", so Claudia Heber weiter.

Dass die Information der Gemeinderäte tatsächlich unterblieben ist, bestätigt Bürgermeister Olaf Starroske. Als Grund führt er die kurze Zeitspanne für die Bewerbung und die Coronabeschränkungen an. "Zeitlich wäre eine Sitzung gar nicht möglich gewesen", sagt er. Die Initiative für die Bewerbung für die Landesgartenschau 2028 sei von der Stadt Sömmerda ausgegangen. "Sie hat die Allianz Thüringer Becken ins Boot geholt, das sie sich so größere Chancen erhofft", erklärt Starroske. Jeder der Partner sollte ein Konzept einbringen.

Die Gemeinde Straußfurt steuerte den geplanten Rundweg um das Rückhaltebecken bei. "Das Vorhaben wird von vielen Seiten befürwortet und steht in unseren Dorfentwicklungskonzept an oberster Stelle", so der Bürgermeister weiter. Das Projekt mit in die Waagschale für die Bewerbung der Landesgartenschau zu werfen, sieht er als förderlich an. Er verspricht sich positive Effekte. "Im besten Fall könnten nicht nur handfeste Zahlen, sondern auch Fördermittel herausspringen."

Neben der Landesgartenschau soll auch die Radweganbindung nach Henschleben ein Thema in der nächsten Gemeinderatsitzung sein. "Es reicht nicht, dass sich der Bürgermeister über die Unterschriftenaktion der Bürger im Amtsblatt freut, man muss als Gemeinde endlich aktiv werden", appelliert Claudia Heber. Die Planung müsse nächstes Jahr starten. "Nach dem erfreulichen Verhandlungsergebnis zum Landeshaushalt und der von der CDU durchgesetzten Erhöhung der Schlüsselzuweisungen und der Senkung der Kreisumlage sollte das Geld dafür da sein", so die Fraktionsvorsitzende.