Meine Meinung: Dank Helfer blühen Orchideen

Andreas Schott würdigt die Auszeichnung für ehrenamtlichen Einsatz.

Andreas Schott

Andreas Schott

Foto: Jens Henning

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Wer mit offenen Augen durch die Landschaft streift, insbesondere durch geschützte Naturräume und Biotope, kann wild gedeihende Orchideen entdecken. Eindrucksvoll hat die Natur die Orchideen-Blüte in einer Vielfalt gezeichnet, die filigran und ausdrucksstark den Betrachter vielfach fasziniert.

Doch weil sich Kulturlandschaften verändern, der Grund- und Oberflächenwasserhaushalt gestört ist, Flächen mit intensiven Nährstoffeintrag bewirtschaftet werden oder einfach nur brach liegen, reagieren die Naturpflanzen. Oftmals so sensibel, dass sie sich zurückziehen oder gänzlich aussterben.

Etwa 52 Orchideenarten gibt es noch in Thüringen, ungefähr zehn Arten gelten als ausgestorben. Um die wilde Orchidee im Bestand erhalten zu können, bedarf es daher der Hilfe des Menschen. Heimische Orchideen mögen magere, nährstoffarme Böden, die allerdings nicht verbuscht sein dürfen. Regelmäßige Pflegemaßnahmen, bei der gemäht und das Mähgut beseitigt werden muss, sind förderlich für das Gedeihen der grazilen Pflanzenarten. Darum kümmern sich Pflanzen- und Naturschutzliebhaber, erfassen und kartieren die Arten, erarbeiten Stellungnahmen bei vorgesehen Eingriffen in die Natur und werben für die seltenen Arten. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Helfer würde so manche Orchidee heute nicht mehr blühen.

Stadtrodaerin Elke Rode ist „Thüringerin des Monats“

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