Drei Fragen an

Insekten Nahrung bieten

Andreas Martius, Mitarbeiter Umweltamt Landkreis Greiz

Andreas Martius, Mitarbeiter Umweltamt Landkreis Greiz

Foto: K.Schaarschmidt, Greiz

Greiz.  Jeder einzelne kann im eigenen Hausgarten und selbst auf Balkonen zum Schutz der heimischen Insekten beitragen. Wir fragten bei Andreas Martius, Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Greiz, nach, was zu tun ist für eine blühende Wiese, eine Heimstätte für Insekten.

Welche Tipps haben Sie für eine blühende Wiese im Hausgarten?

Eine bestehende Wiese sollte die Chance bekommen zu wachsen. Wenn sie bis Juni wachsen kann, ohne den Rasenmäher vorher über die Fläche zu fahren, dann haben auch Löwenzahn, Glockenblumen, Margariten oder andere Wildblumen eine Überlebenschance. Wenn es nicht möglich ist, sollten wenigstens einzelne kleinere Parzellen bestehen bleiben.

Was halten Sie von den im Handel angebotenen Wiesenmischungen?

Diesen im Handel erhältlichen Saatmischungen sind meistens kurzlebigen Blumen wie Korn- oder Mohnblumen beigemischt. Die sind zwar sehr schön für die Balkonkästen, aber weniger für eine Blühwiese geeignet.

Was für Blumen sind wichtig, um den Insekten ein reiches Nahrungsangebot zu bieten?

Vor allem sollten wir auf offene Blüten achten wie die Märzenbecher im Frühjahr bis hin zur Fetthenne im Herbst. Lavendel ist unter Schmetterlingen besonders beliebt. Aber auch die Nachtkerze, die nachts sich öffnet, mögen die Schmetterlinge, die in der Dämmerung oder Nacht fliegen. Das Taubenschwänzchen oder den Fingerhut mögen die Hummeln und die vielen verschiedenen Arten der Salbei-Pflanzen ziehen die Holzbienen an. Auch die Fetthenne steht hoch im Kurs bei den Hummeln. hhe