Gera. Judit Burgaya Ventura schießt fünf der sechs Calenberger Tore beim 6:2-Sieg im Rollhockey-Pokalhalbfinale in Gera.

Die Rollhockey-Spielerinnen des SC Bison Calenberg bejubeln am Samstag den Einzug ins DRIV-Pokalfinale. Der Bundesligist hatte sich im Halbfinalspiel in der Panndorfhalle mit 6:2 (3:1) gegen die SG Blue Angels durchgesetzt, dem letzten im deutschen Pokal-Wettbewerb verbliebenen Zweitligisten.

Als Sabrina Adam, die Kapitänin der Geraerinnen, vom gemeinsamen Foto vom Parkett gerollt kam, zeigte ihr Trainer Stefan Zeiss das Spielprotokoll mit den fünf Toren der Spanierin Judit Burgaya Ventura. „Sie hat den Unterschied gemacht“, sagt Sabrina Adam, „doch wir müssen uns nicht verstecken. Ehrlich gesagt hatte ich eine noch höhere Niederlage befürchtet. Und wir hatten Chancen zu noch mehr Toren.“

Lonie Eschrich und Jessica Sudin treffen für Gera

Sabrina Adam und Jessica Sudin sind die beiden erfahrenen Akteurinnen, ihre Mitspielerinnen gehen in der U17-Meisterschaft aufs Feld. Auch Trainer Stefan Zeiss war mit dem Auftritt der SG Blue Angels zufrieden. Lonie Eschrich (12.) hatte die Gastgeberinnen sogar 1:0 in Führung gebracht und Jessica Sudin (36.) nach dem Wechsel einen zweiten Ball zum 2:4-Zwischenstand im Tor untergebracht. Beide wie auch Amelie Franke hatten ein weiteres Geraer Tor auf dem Schläger.

Trainer Stefan Zeiss mit dem Auftritt seiner Spielerinnen zufrieden

„Wir haben gut gespielt, als Mannschaft funktioniert, das freut mich besonders, die Taktik umgesetzt, schön über die Außen gespielt. Dass unsere Spielerinnen, die zum Teil noch 14 sind, gegen eine gestandene Bundesligamannschaft noch körperliche Nachteile hat, das ist doch normal.“ Dass es nur bei sechs Gegentoren blieb, war Torhüterin Clara Oberröder zu verdanken, „die ein sehr gutes Spiel gemacht hat und viel zu tun hatte“.

Gästetrainer Milan Brandt: Das war Werbung für das Rollhockey

Gästetrainer Milan Brandt ballte die Siegerfaust nach dem Ende der zweimal 25 Minuten Spielzeit. „Wir haben verdient gewonnen, doch Gera hat es sehr gut gemacht, gut gespielt. Das war Werbung für das Rollhockey.“ Auch der frühere Nationalspieler sah die Unterschiedsspielerin. „Ja, wir sind glücklich, dass wir Judit bei uns haben. Sie spielt das dritte Jahr bei uns. Es ist nicht nur ihr Spiel, auch im Training können alle von ihrem Können profitieren.“ Die 25-Jährige war zum Studium (Chemie/Physik) nach Hannover gekommen und hatte sich dem Verein aus der Region angeschlossen, sie war mit CP Voltrega spanische Meisterin gewesen, zählte zur Nationalmannschaft. Und nun zieht sie mit dem SC Bison Calenberg ins deutsche Pokalfinale ein.