Winterberg. Lisa Buckwitz und Adam Ammour vom BRC Thüringen wollen bei der Bob-WM in Winterberg am Wochenende ein zweites Mal nach Medaillen greifen. Favoriten sind aber andere.

Sogar ihr Onkel aus der Schweiz reist an. Ab Freitag kämpft Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen wieder mit dem Rückhalt der ganzen Familie um Edelmetall bei der Bob-WM in Winterberg. „Ich war mit meinen Eltern mal Kaffee trinken. Es ist schön, dass alle hier sein können“, sagte Buckwitz.

Bundestrainer-Spies: Alle drei Frauen-Teams mit „Waffen unterm Hintern“

Die 29 Jahre alte Potsdamerin sieht sich im Zweierbob eher als Außenseiterin. „Mein Selbstbewusstsein kommt von innen“, sagt sie und lacht. „Wenn sie stark fährt, ist eine Medaille drin. Am Start mache ich mir mit Vanessa Mark keine Sorgen“, sagte ihr Vereinschef und Coach Matthias Höpfner. Unter der Woche hielt sich Buckwitz athletisch fit. „Im Training habe ich endlich mal den unteren Teil gut hinbekommen“, freute sich die ehrgeizige Buckwitz, die im Zweier-Weltcup nach ihrem Sturz in Altenberg hinter Mono-Weltmeisterin Laura Nolte (Winterberg) und Zweier-Titelverteidigerin Kim Kalicki (Wiesbaden) auf Rang drei zurückfiel. Dazu kommen Oldie Elana Meyers-Taylor (USA/39), Melanie Hasler (Schweiz) sowie die Australierin Bree Walker als Medaillenkandidatinnen. „Unsere drei Teams haben alle Waffen unterm Hintern und werden alle relativ ähnlich starten. Es kommt wirklich aufs Fahren und die Nervenstärke der Pilotin an“, glaubt Bundestrainer René Spies.

Ammour muss Letten Cipulis hinter sich lassen, wenn er Bronze will

Bei den Männern hofft Adam Ammour mit seinen Anschiebern Issam Ammour, Benedikt Hertel und Rupert Schenk auf den Durchbruch auch im großen Schlitten. „Vielleicht kann er Bronze holen, auch wenn der Vierer für junge Piloten schwerer zu steuern ist. Adam traue aber inzwischen alles zu, wenn die Truppe am Start gut dabei ist“, so Trainer Höpfner. Um den Titel werden wohl nur Francesco Friedrich und Johannes Lochner kämpfen. Ammour muss den Letten Emils Cipulis hinter sich lassen.

Mehr zum Thema