Elxleben. Der 14-fache deutsche Rollstuhlbasketball-Meister RSV Lahn-Dill trifft in der Endspielserie auf den sechsfachen, die RSB Thuringia Bulls. In dieser Saison haben bisher die Wetzlarer die Nase vorn, doch das letzte Duell ging an die Elxlebener.

Nun also doch: Nach einer kleinen „Extrarunde“ in Form des entscheidenden dritten Halbfinalspiels gegen Hannover ist am Dienstag auch der RSV Lahn-Dill ins Finale um die deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft eingezogen. Dort warten die RSB Thuringia Bulls auf den deutschen Rekordmeister aus Wetzlar, die ihre Halbfinalserie gegen Wiesbaden 2:0 gewonnen hatten.

Es ist das ewige Duell um den Titel der beiden besten deutschen Teams. Die Hessen waren von 2003 bis 2015 die nationale Übermacht, gewannen in diesem Zeitraum elf von zwölf Meisterschaften und sind insgesamt 14-facher Titelträger. Seitdem liefen ihnen die Bulls aus Elxleben den Rang ab: Sie setzten sich in den darauffolgenden acht Finalduellen sechsmal durch. Im Gesamtvergleich steht es 32:30 für die Thuringia Bulls.

In dieser Saison steht es 3:1 für Lahn-Dill

In dieser Saison hat jedoch Lahn-Dill bisher mit 3:1 die Nase vorn. Zweimal in der Hauptrunde der Bundesliga sowie im Pokal hatten die Elxlebener das Nachsehen, das letzte Duell im Halbfinale des Champions Cups gewannen sie aber. Bei all diesen Zahlenspielen ist klar: Die beiden Teams waren über die Jahre und sind aktuell nahezu gleichstark. Die Tagesform wird den Ausschlag geben, wer die Best-of-3-Serie gewinnen wird. Diese beginnt am Samstag (18 Uhr/exklusiv bei uns im Livestream) in Elxleben und wird am Wochenende drauf in Wetzlar, entweder in Spiel 2 am Samstag oder Spiel 3 am Sonntag, entschieden.

Bulls-Coach André Bienek kann keinen Favoriten ausmachen und sieht die Ausgangslage „absolut ausgeglichen“. Teammanager Lutz Leßmann wagt die Prognose: „Wir müssen das erste Spiel gewinnen, dann werden wir Meister.“