Jena. Fragen an Trainer Björn Harmsen nach dem Viertelfinal-Aus der Jenaer Basketballer gegen die Fraport Skyliners

Wie ist Ihnen zumute, so kurz nach dem Spiel?

Erschöpft, das muss ich ehrlich sagen, es war eine sehr intensive Serie. Es kommt mir so vor, als hätte die Serie einen Monat gedauert und nicht nur eine Woche. Du wachst früh auf, hast Basketball im Kopf, denkst an das nächste Spiel und weißt gar nicht, welcher Wochentag ist, fragst dich? Ist heute Sonntag, oder nicht – die Feiertage im Mai taten ein Übriges.

Jena ist im Viertelfinale ausgeschieden, ein fünftes Spiel am Sonntag ist beim Playoff-Stand von 1:3 nicht mehr nötig. Die Chance zum Weiterkommen war aber da, oder?

Wir hätten gern noch das fünfte Spiel gehabt oder wären in die nächste Runde eingezogen. Ein anderer Gegner als Frankfurt hätte uns vielleicht auch besser gelegen. Jetzt ist die Saison zu Ende. Es war eine erfolgreiche Saison, aber auch eine sehr schwierige mit den vielen Ausfällen während der Saison und auch jetzt in den Playoffs.

Die stärkste Verteidigung der Liga, die Art und Weise wie Frankfurt agiert, das war das entscheidende Problem für Jena?

Wie die Frankfurter spielen, wie sie uns Dinge wegnehmen, das ist schon ein Problem. Und wenn wir dann den Ball nicht gut zirkulieren, nicht gut passen, dann müssen wir Würfe von außen nehmen, von Einzelaktionen leben.

Das war auch im vierten Spiel am Freitag in Jena der Fall?

Frankfurt hat zu Beginn mit viel Tempo gespielt. Wir mussten dagegenhalten, viel Energie aufbringen, die uns am Ende auch gefehlt hat. Und dann haben sie die entscheidenden Würfe getroffen, wichtige Stopps gesetzt. Wir sind aber auch auf dem Zahnfleisch gekrochen, am Ende fehlten uns die Spieler. Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken, die uns unterstützt haben, es war eine tolle Stimmung in der Halle. Auch die Mannschaft war sympathisch, mit tollen Kerlen, die Werbung für den Basketball in Jena gemacht haben.