Essen. Die Gruppenphase der EM 2024 ist in vollem Gange. Wir informieren Sie über alles rund um die EM und das DFB-Team in diesem Live-Blog.

  • Vom 14. Juni bis 14. Juli findet die Fußball-EM in Deutschland statt. Es ist das 17. Endrunden-Turnier, bei dem die Uefa den Europameister ermittelt. 
  • Deutschland trifft in der Gruppe A auf Schottland, Ungarn und die Schweiz. Zum Auftakt hat Deutschland Schottland mit 5:1 geschlagen und sich dann mit einem 2:0 über Ungarn vorzeitig fürs Achtelfinale qualifiziert.
  • Die EM 2024 findet in zehn deutschen Städten statt: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart.

Zum zweiten Mal in der Historie ist Deutschland Ausrichter einer Fußball-Europameisterschaft. An der Heim-EM 1988 nahmen lediglich acht Mannschaften teil, mittlerweile sind es 24, die vom 14. Juni bis 14. Juli in zehn Stadien insgesamt 51 Spiele austragen. Der Fußball-Sommer wird sicherlich ein besonderer, aber wird er aus deutscher Sicht auch ein erfolgreicher?

EM 2024: Alle News zur Nationalmannschaft im Live-Blog

Welche Neuigkeiten gibt es zum DFB-Team? Wie ist die Lage bei den anderen Mannschaften? Und was passiert ansonsten rund ums Turnier? In unserem Live-Blog wollen wir vor, während und auch unmittelbar nach der EM alles Wichtige festhalten.

Das EM-Programm am Freitag, 21. Juni

  • Slowakei - Ukraine (15 Uhr, RTL, Magenta TV)
  • Polen - Österreich (18 Uhr, ARD, Magenta TV)
  • Niederlande - Frankreich (21 Uhr, ARD, Magenta TV)

Rasen-Ärger in Frankfurt - Uefa kündigt Maßnahmen an

21. Juni: Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat nach der Kritik am Frankfurter EM-Rasen weitere Maßnahmen angekündigt. „Es gibt einen detaillierten Instandhaltungsplan, um bestimmte Probleme zu beheben und die Qualität des Platzes vor den kommenden Spielen weiter zu verbessern“, teilte der Dachverband am Freitag mit. Die UEFA habe schon im Vorfeld des Turniers „eng mit dem Platzteam in Frankfurt zusammengearbeitet, um optimale Spielbedingungen zu gewährleisten“.

Der Zustand des Rasens im EM-Stadion in Frankfurt sorgte für Kritik.
Der Zustand des Rasens im EM-Stadion in Frankfurt sorgte für Kritik. © dpa | Arne Dedert

Dabei seien im Laufe des letzten Halbjahrs „stetige“ Verbesserungen festgestellt worden. Nach dem 1:1 zwischen England und Dänemark hatte es am Donnerstag von beiden Seiten Kritik am Zustand des Grüns gegeben, die Spieler beider Teams waren während der 90 Minuten unzählige Male ausgerutscht. Am Sonntag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) muss die deutsche Mannschaft auf dem Frankfurter Rasen ran. Als Grund für den schlechten Zustand werden immer wieder die im vergangenen November ausgetragenen NFL-Spiele herangezogen. Der eigens dafür verlegte Hybridrasen war nach den beiden Partien der US-Footballliga derart ramponiert, dass er wieder ausgetauscht werden musste - und zwar wegen des kurzen Zeitraums bis zum nächsten Eintracht-Heimspiel gegen einen Naturrasen. Dieser konnte im hessischen Winter nicht richtig festwachsen, seitdem bleibt es ein Problem-Untergrund.

Deutschland - Schweiz: Einschätzung unseres Reporters

21. Juni: Zum Abschluss der Gruppenphase duellieren sich Deutschland und die Schweiz um den Gruppensieg. Die höchste Brisanz hat die Partie aber nicht mehr, meint unser DFB-Reporter Christian Woop. Seine Einschätzungen sehen Sie hier im Video.

Der DFB-Reporter

weitere Videos

    Orsato pfeift Deutschland-Spiel und beendet nach EM Karriere

    Daniele Orsato pfeift das DFB-Spiel gegen die Schweiz.
    Daniele Orsato pfeift das DFB-Spiel gegen die Schweiz. © AFP | KENZO TRIBOUILLARD

    21. Juni: Der italienische Schiedsrichter Daniele Orsato wird Deutschlands Gruppenfinale gegen die Schweiz am Sonntag (21 Uhr/ARD und Magenta TV) leiten. Das gab die UEFA am Freitagmorgen bekannt. Bisher pfiff der 48-Jährige fünf deutsche Spiele, wovon die DFB-Elf keins verlor. Die letzte Begegnung war vor etwa zwei Jahren ein 1:1 in der Nations League gegen Spanien. Nach der EM wird Orsato seine Karriere beenden.

    Ex-Star Roberto Baggio während Italien-Spiel überfallen

    21. Juni: Ausgerechnet während des EM-Spiels zwischen Italien und Spanien ist der italienische Ex-Fußballnationalspieler Roberto Baggio in seiner Villa überfallen und ausgeraubt worden. Laut italienischen Medienberichten vom Freitag guckte Baggio gemeinsam mit seiner Familie am Donnerstagabend gerade das Match, als fünf bewaffnete Einbrecher in die Villa nahe Vicenza im Norden des Landes eindrangen. Baggio habe sich den Männern entgegengestellt, sei jedoch von einem der Einbrecher mit einer Pistole auf den Kopf geschlagen worden. Anschließend sperrten die Eindringlinge Baggio und seine Familie den Berichten zufolge in ein Zimmer und durchsuchten die Villa nach Bargeld und Schmuck. Laut der Zeitung „Corriere della Sera“ dauerte der Einbruch etwa 40 Minuten. Nachdem Baggio sicher gewesen sei, dass die Einbrecher fort waren, habe er die Tür des Zimmers aufgebrochen und die Polizei gerufen.

    Baggio wurde den Berichten zufolge ins Krankenhaus gebracht, wo ihm eine Platzwunde an der Stirn genäht werden musste. Roberto Baggio wurde 1994 mit der italienischen Nationalmannschaft Vize-Weltmeister und spielte in seiner Karriere für Clubs wie Juventus Turin, Inter Mailand und AC Mailand. 1993 wurde er Fifa-Weltfußballer und als Europas Fußballer des Jahres mit dem Goldenen Fußball ausgezeichnet.

    EM inside – der Experten-Talk: Endlich wieder zu 0: Deutschland schlägt Ungarn

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      Kritik an schwachen Engländern - Southgate übernimmt Verantwortung

      England-Trainer Southgate steht im Zentrum der Kritik.
      England-Trainer Southgate steht im Zentrum der Kritik. © Getty Images | Richard Pelham

      21. Juni: Englands Nationaltrainer Gareth Southgate stellt sich nach dem nächsten schwachen EM-Auftritt der Three Lions auf harte Tage vor dem Gruppenfinale ein. „Das ist meine Verantwortung. Ich muss das Team bestmöglich begleiten, um besondere Dinge zu erreichen. Heute war ein schwieriger Moment, kein Zweifel“, sagte Southgate am Donnerstag in Frankfurt nach dem mageren 1:1 gegen Dänemark. Nach der Führung durch Harry Kane und dem Ausgleich durch Dänemarks Morten Hjulmand hatte der EM-Zweite von 2021 am Ende sogar Glück, das Spiel nicht verloren zu haben.

      +++ Presse zerlegt England und Italien - Spanien wird gefeiert +++

      „Natürlich sind wir enttäuscht von den beiden Leistungen, die wir gezeigt haben. Wir müssen Lösungen für diese Probleme finden. Unser Niveau muss höher werden“, sagte Southgate. Die britischen Medien und Ex-Nationalspieler werfen dem 53-Jährigen vor, zu defensiv aufzustellen und nicht das Maximum aus dem Team herauszuholen. Es ist nach der WM 2018, der EM 2021 sowie der WM 2022 das vierte Turnier der Three Lions unter Southgate.

      Frankreich-Berichte: Mbappé erstmal nur auf der Bank gegen Niederlande

      Spielt Kylian Mbappé für Frankreich gegen Niederlande - oder nicht?
      Spielt Kylian Mbappé für Frankreich gegen Niederlande - oder nicht? © dpa | Jan Woitas

      21. Juni: Frankreichs Fußball-Nationaltrainer Didier Deschamps wird übereinstimmenden französischen Medienberichten zufolge an diesem Freitag gegen die Niederlande auf Superstar Kylian Mbappé in der Startformation verzichten. Der 25-Jährige wird demnach erstmal auf der Bank sitzen. Mbappé hatte sich beim 1:0-Auftaktsieg der Franzosen am Montag gegen Österreich einen Nasenbeinbruch zugezogen. Er hatte das Abschlusstraining im Leipziger EM-Stadion am Donnerstag mit einer Schutzmaske in den französischen Nationalfarben bestritten.

      +++ Frankreich - Niederlande: Geheimnis um Maskenmann Mbappé +++

      Sollte Mbappé in dem möglicherweise schon entscheidenden Spiel ums Weiterkommen eingesetzt werden, wird er die blau-weiß-rote Maske vom Training nicht tragen dürfen. Teile wie diese müssen laut UEFA-Regularien einfarbig sein. Wie unter anderem das Radionetzwerk RMC Sport berichtete, sollen aber bereits mehrere Masken für Mbappé angefertigt worden sein.

      Effenberg zählt DFB-Team zu den Titelfavoriten

      Stefan Effenberg lobt die deutsche Nationalmannschaft.
      Stefan Effenberg lobt die deutsche Nationalmannschaft. © dpa | Tom Weller

      Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auf ihrer Begeisterungswelle auch Kritiker Stefan Effenberg mitgerissen. „Die Nationalelf hat das Feuer entfacht, die Euphorie im ganzen Land geweckt“, schrieb Effenberg in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online. In der K.o.-Runde könne dieses Feuer „vielleicht bis zum Finale brennen“, meinte er. Effenberg (55) sieht die DFB-Auswahl im Kreis der Titelanwärter nunmehr „hinter England und Frankreich als Mitfavoriten – gemeinsam mit Portugal und Spanien oder vielleicht noch Italien“. Einen Akteur hob er besonders hervor: „Jamal Musiala ist für mich bislang der bestimmende Spieler des Turniers.“

      Beim Münchner „sieht man, dass er sehr gut in Form ist, und seine Position gefunden hat. Musiala macht schon den Unterschied aus“, schrieb Effenberg. Florian Wirtz falle im Vergleich ein bisschen ab. „Die beiden verkörpern aber eine außergewöhnliche individuelle Klasse, die wir lange nicht hatten. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen.“ Ein Sonderlob erhielt Kapitän Ilkay Gündogan. „Vor der EM gab es ja viel Kritik an ihm. Es wurde infrage gestellt, ob er der richtige Kapitän ist und überhaupt in der Startelf stehen sollte“, meinte Effenberg. „Es freut mich sehr für ihn, dass er darauf die passende Antwort gegeben hat.“

      EM-Fans müssen sich auf Unwetter einstellen

      Bislang ist die EM 2024 in Deutschland nicht unbedingt mit Wetterglück gesegnet.
      Bislang ist die EM 2024 in Deutschland nicht unbedingt mit Wetterglück gesegnet. © dpa | Christoph Reichwein

      21. Juni: Wegen drohender Unwetter könnte es für Fußballfans am Freitag ungemütlich werden. Vor allem ab dem späten Freitagvormittag bis Mittag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in großen Teilen Deutschlands mit Gewittern, örtlich mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Das Tief zieht demnach im Tagesverlauf zunächst über den Südwesten und Westen und breitet sich am Nachmittag auch im Nordwesten und Süden aus. Insbesondere im Südosten und Osten herrscht laut DWD zudem vom frühen Nachmittag bis zum Abend eine erhöhte Unwettergefahr durch großen Hagel, schwere Sturm- und Orkanböen sowie heftigen Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter. Im Osten seien zudem einzelne Tornados nicht ausgeschlossen.

      +++ Vom Kaffeeröster zum EM-Helden: Calzonas ungewöhnlicher Weg +++

      Bei der Fußball-Europameisterschaft treffen am Freitag die Niederlande und Frankreich im Spitzenspiel der Gruppe D aufeinander. Die Mannschaften spielen am Abend (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Leipzig. Die dortige Fanzone war bereits am Dienstag wegen drohender Unwetter aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich geschlossen worden. Auch in anderen Bundesländer blieben die Fanzonen vorsorglich zu. Ob auch am Freitag einige Veranstalter zu dieser Maßnahme greifen werden, blieb vorerst unklar.

      Am achten EM-Tag treffen außerdem in einem weiteren Spiel der Gruppe D Polen und Österreich in Berlin aufeinander (18.00/ARD und MagentaTV). Den Auftakt machen die Slowakei und die Ukraine am Nachmittag in Düsseldorf (15.00 Uhr/RTL und MagentaTV).

      Italien-Trainer nach Spanien-Pleite sauer auf seine Spieler

      „Das ganze Team hat enttäuscht“, ärgerte sich Italien-Trainer Luciano Spalletti nach dem 0:1 gegen Spanien.
      „Das ganze Team hat enttäuscht“, ärgerte sich Italien-Trainer Luciano Spalletti nach dem 0:1 gegen Spanien. © dpa | David Inderlied

      21. Juni: Italien-Trainer Luciano Spalletti sprach nach dem 0:1 gegen Spanien am Donnerstagabend von einer verdienten Niederlage - auch seine Spieler kritisierte der Coach nach dem über 90 Minuten schwachen Auftritt. „Ich habe von den Spielern mehr erwartet“, sagte er. „Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen und waren am Ende nicht ebenbürtig.“ Seine Mannschaft habe nicht mit dem Tempo der Spanier mithalten können und viel zu hektisch gespielt. „Wenn ein paar Spieler nicht auf Niveau sind, dann wird es für die anderen schwieriger. Das ganze Team hat enttäuscht.“

      Während Spanien durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel bereits als Gruppensieger und Achtelfinalist feststeht, muss der Titelverteidiger noch ums Weiterkommen bangen. Mit mindestens einem Punkt gegen Kroatien kann die Squadra Azurra den zweiten Platz in der Gruppe sichern. „Wir sind wütend, aber das sollten wir für die letzte Partie nutzen, wir haben unser Schicksal noch in der eigenen Hand“, sagte Torhüter Gianluigi Donnarumma. Immerhin die Einstellung der Mannschaft habe gestimmt. „Darauf können wir aufbauen.“

      UEFA wollte Video mit falschem Maskottchen verhindern

      21. Juni: Nach Aussagen des Youtubers Marvin Wildhage hat die Europäische Fußball-Union UEFA mit einer Unterlassungsklage verhindern wollen, dass der 27-Jährige das Video online stellt, in dem er sich als Fake-Maskottchen ins Münchner EM-Stadion geschmuggelt hat. „Wir haben uns dazu entschieden, natürlich das nicht zu unterschreiben, dem nicht zuzustimmen. Dementsprechend ist das Video online gekommen“, sagte Wildhage in einem weiteren Video, das er am Donnerstag veröffentlichte. 

      Schon vor Ort habe es den Hinweis eines „hohen Funktionärs der UEFA“ gegeben, das Video nicht zu veröffentlichen, weil man in aller Entschlossenheit dagegen vorgehen würde, sagte Wildhage. Die UEFA war für eine Stellungnahme angefragt, eine Antwort gab es bis zum späten Donnerstagabend aber nicht.

      Wildhage hatte beim EM-Eröffnungsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in München gegen Schottland mit einer gefälschten Akkreditierung und einem falschen Maskottchen-Kostüm von „Albärt“ Zugang zum Stadion erhalten. Er veröffentlichte dazu ein längeres Video, das inzwischen Millionen Aufrufe hat. Versteckt im Kostüm schaffte es der Influencer den Bildern zufolge bis an den Spielfeldrand. Die UEFA hatte ihn und zwei weitere Beteiligte daraufhin mit einem Stadionverbot belegt.

      Nach Schmähgesängen: Serbien fordert Sanktionen und droht mit Rückzug

      20. Juni: Nach angeblich feindseligen Gesängen kroatischer und albanischer Fans bei der EM hat Serbien Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Union UEFA eingelegt und sogar einen eigenen Rückzug vom Turnier ins Spiel gebracht. „Wir verlangen von der UEFA Sanktionen, letztlich auch um den Preis, dass wir die Europameisterschaft nicht fortsetzen“, sagte der Generalsekretär des serbischen Fußball-Verbandes, Jovan Surbatovic, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTS in Serbien. Die UEFA war für eine Stellungnahme angefragt.

      Surbatovic bezog sich auf angeblich feindselige Gesänge aus beiden Fan-Lagern in der zweiten Halbzeit beim 2:2 zwischen Kroatien und Albanien am Mittwochabend in Hamburg. „Wir werden von der UEFA verlangen, die Verbände beider Auswahlen zu bestrafen. Wir wollen uns daran nicht beteiligen, aber wenn die UEFA sie nicht bestraft, werden wir uns überlegen, wie wir weiter vorgehen werden“, sagte der Generalsekretär weiter. Surbatovic führte aus, dass sein eigener Verband „für einzelne Fälle bestraft“ worden sei, „und unsere Fans haben sich viel besser verhalten als die anderen. Ein Fan wurde wegen rassistischer Beleidigungen bestraft, und wir wollen nicht, dass dies auf andere bezogen wird. Wir Serben sind Gentlemen und offenherzig, deshalb appelliere ich an die Fans, Gentlemen zu bleiben.“

      Einsatz trotz Nasenbeinbruch? Rätselraten um Frankreich-Star Mbappé

      Gegen die Niederlande schon wieder einsatzbereit? Frankreich-Star Kylian Mbappé mit Nationaltrainer Didier Deschamps.
      Gegen die Niederlande schon wieder einsatzbereit? Frankreich-Star Kylian Mbappé mit Nationaltrainer Didier Deschamps. © AFP | Franck Fife

      20. Juni: Die Sorge um die derzeit wohl berühmteste Nase Frankreichs hält an. Kylian Mbappé befeuerte vor dem EM-Gruppenkracher in Leipzig gegen die Niederlande höchstpersönlich die Spekulationen - spielt der Kapitän der Équipe Tricolore schon an diesem Freitag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) trotz Nasenbeinbruch, oder nicht? „Ohne Risiko, keine Siege“, schrieb der 25-Jährige in den sozialen Medien.

      +++ Frankreich bangt vor Holland-Spiel um Mbappé +++

      Damit blieb Raum für Spekulationen. Mit dickem Pflaster auf der gebrochenen Nase übte Mbappé gut 50 Stunden vor dem Anpfiff des Duells mit den Niederländern auch schon wieder auf dem Trainingsplatz - wenn auch nur individuell. Der Superstar wirkte gut gelaunt. „Mbappé zwischen Hoffnung und Vorsicht“, schrieb die französische Sportzeitung „L‘Équipe“ am Donnerstag. Ob alles so ungewiss ist, wie es die Franzosen offiziell verlautbaren, ist wirklich offen. Noch immer bestehen auch Zweifel, dass Mbappé nach der kurzen Pause von drei Tagen schon wieder einsatzbereit ist. Erlitten hatte er die Verletzung am Montag beim Sieg gegen Österreich.

      Knapp 24 Millionen sehen DFB-Sieg gegen Ungarn

      20. Juni: Die EM-Euphorie zieht weiter an: Das zweite Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn (2:0) verfolgten am frühen Mittwochabend in der ARD 23,89 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Marktanteil betrug 76,7 Prozent. Trotz der früheren Anstoßzeit lag die Resonanz bei der Partie, die auch von MagentaTV übertragen wurde, noch über der beim Eröffnungsspiel am vergangenen Freitag gegen Schottland (ZDF/22,49 Millionen, 69,0 Prozent). Bei der EM 2021 hatte jedes der vier deutschen Spiele eine Quote von mehr als 20 Millionen erzielt, das Achtelfinal-Aus gegen England sahen sogar 27,36 Millionen Menschen. Unerreicht bleiben die Rekorde der WM 2014, den deutschen Finalsieg über Argentinien sahen damals 34,65 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.

      Polizei-Bilanz: Mehr als 30 Strafanzeigen nach Deutschland - Ungarn

      Polizisten beim Public Viewing des EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn.
      Polizisten beim Public Viewing des EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn. © dpa | Hendrik Schmidt

      20. Juni: Rund um die EM-Partie von Deutschland gegen Ungarn in Stuttgart sind mehr als 30 Strafanzeigen aufgenommen worden. Dies sei wegen Körperverletzungen und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz geschehen, zudem hätten ungarische Fans den Hitlergruß gezeigt, teilte die Stuttgarter Polizei nach dem 2:0 der DFB-Auswahl am Mittwochabend mit. Insgesamt war die Einsatzbilanz zum Hochrisikospiel positiv. Es habe keine größeren Vorkommnisse gegeben, teilten das Polizeipräsidium Stuttgart sowie die Bundespolizeidirektion Stuttgart mit. 

      Auf dem Weg Richtung Stadion zündeten Fans beider Mannschaften den Angaben zufolge immer wieder Nebeltöpfe. Bei den Fanmärschen nahmen rund 8000 ungarische Anhänger und 5000 deutsche Fans teil. Als die Beamten kurz nach 18.00 Uhr rund 60 deutsche Hooligans kontrollierten, seien bei der Durchsuchung bei zwölf Menschen Passivbewaffnung und Vermummungsmaterial gefunden worden, hieß es. Ein Richter habe deshalb Gewahrsam angeordnet, um Gewalttaten zu verhindern. Ein deutscher Fan, der mit weiteren Menschen auf der Plattform eines Fanbusses stand, riss während der Fahrt durch den Schwanenplatztunnel Kabel von der Decke. Der Tunnel an der Bundesstraße 14 war vorübergehend gesperrt. Laut Bundespolizei nutzten bei der Abreise rund 10.000 deutsche Fans und etwa 2000 ungarische Fans die Bahn.

      Der Morgen nach dem Deutschland-Sieg: Internationale Presse huldigt DFB-Team

      20. Juni: Die deutsche Nationalmannschaft hat den Start in die EM mit dem 2:0-Sieg gegen Ungarn veredelt und steht bereits im Achtelfinale! Wie schätzen unsere Reporter die Lage ein? Was sagen die Protagonisten? Und was wird heute wichtig? Hier kommen unsere aktuellsten Stücke zur EM im Überblick:

      +++ Kommentar: Deutschland gegen Ungarn: Starkes Signal mit Luft nach oben +++

      +++ DFB-Noten: Manuel Neuer beendet Torwart-Debatte - 1,5 +++

      +++ Gündogan-Foul? Ungarn-Trainer wütet, Schweinsteiger-Klartext +++

      +++ Pressestimmen: „Welcher Dumme hat Musiala das erlaubt?“ +++

      +++ Holland-Idol Ruud Gullit: „Brauchen für EM starkes DFB-Team“ +++

      +++ Christian Eriksen bei der EM 2024: Die Erinnerung spielt mit +++

      Foul? DFB-Stürmer Füllkrug packt in der Mixed Zone das Handy aus

      Niclas Füllkrug wurde beim 2:0-Sieg von Deutschland gegen Ungarn eingewechselt.
      Niclas Füllkrug wurde beim 2:0-Sieg von Deutschland gegen Ungarn eingewechselt. © Getty Images | Matthias Hangst

      20. Juni: Niclas Füllkrug ist nicht auf den Mund gefallen. Das ist bereits bekannt. Ein ungarischer Journalist lernte den Angreifer von Borussia Dortmund nach dem 2:0 der Fußball-Nationalmannschaft gegen die Magyaren aber von der besonders schlagfertigen Seite kennen. Foul oder nicht Foul vor dem deutschen 1:0? Das war die Frage des Reporters. Und Füllkrug war vorbereitet. 

      Geschwind zückte der 31-Jährige sein Handy und zeigte ein Foto in die Runde, auf dem er offensichtlich von einem ungarischen Gegenspieler beim Kopfball geschubst wird. Kein Foul, war Füllkrugs Meinung, sondern normaler Körperkontakt. Sowohl bei dem gezeigten Vorfall, als auch bei der Kollision von Ilkay Gündogan mit Ungarns Willy Orbán vor dem Tor von Jamal Musiala. Ende der Diskussion. Der Reporter hatte keine Folgefrage und Füllkrug die Lacher mal wieder auf seiner Seite. 

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      Leipzigs Ungar Orban traut DFB-Elf noch viel zu

      Willi Orban konnte die 0:2-Niederlage Ungarns gegen das DFB-Team nicht verhindern.
      Willi Orban konnte die 0:2-Niederlage Ungarns gegen das DFB-Team nicht verhindern. © AFP | LLUIS GENE

      20. Juni: Ungarns Abwehrchef Willi Orban traut der deutschen Fußball-Nationalelf bei der Heim-EM noch einiges zu. Der Turnier-Gastgeber sei „sehr stark“, sagte der Bundesliga-Profi von RB Leipzig nach der 0:2 (0:1)-Niederlage der Magyaren im Vorrunden-Duell in Stuttgart. „Ich sehe schon, dass Deutschland sehr weit kommen wird“, erklärte Orbán.

      Gerade zu Hause sei die deutsche Mannschaft „schon ein Favorit“. Bundestrainer Julian Nagelsmann, unter dem er in Leipzig selbst einst spielte, habe „das wirklich gut hingekriegt“. Die Deutschen hätten im Spiel mit dem Ball eine „klare Struktur“, seien aber auch gut im Gegenpressing. In den entscheidenden Partien brauch es dann eben auch ein bisschen Glück - auch mit Schiedsrichter-Entscheidungen.

      Mittel gegen Krämpfe: England setzt auf Gurkensaft

      20. Juni: Ungewöhnliche Mittel für den ersten großen Titel seit 58 Jahren: Die englische Fußball-Nationalmannschaft setzt auch bei der EM auf Gurkensaft, um gegen Krämpfe anzukämpfen. Beim 1:0-Auftaktsieg am Sonntag gegen Serbien war Außenverteidiger Kieran Trippier am Boden gelegen, bevor er eine kleine Flasche des besonderen Drinks zu sich nahm. Die Essigsäure im Gurkensaft soll zur Muskelentspannung beitragen.

      Trainer Gareth Southgate und Kyle Walker schmunzelten am Mittwoch, als sie auf das Thema angesprochen wurden. „Das wurde jetzt erst groß gemacht. Ich trinke das selbst nicht. Ich hatte bisher Glück, keine Krämpfe zu haben. Es ist Teil des Fußballs, der Fußball entwickelt sich weiter. Die Sportwissenschaft sagt, dass das helfen kann“, sagte Walker vor dem zweiten EM-Gruppenspiel am Donnerstag (18.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Dänemark. Chefcoach Southgate hatte dem nichts hinzuzufügen.

      Frankreich-Star Mbappé muss operiert werden

      Kylian Mbappé muss nach seinem Nasenbeinbruch, zugezogen beim 1:0 der Franzosen gegen Österreich, wohl operiert werden.
      Kylian Mbappé muss nach seinem Nasenbeinbruch, zugezogen beim 1:0 der Franzosen gegen Österreich, wohl operiert werden. © AFP | PATRICIA DE MELO MOREIRA

      19. Juni: Der französische Fußball-Superstar Kylian Mbappé wird sich laut Nationalcoach Didier Deschamps nach seinem Nasenbeinbruch einer Operation unterziehen müssen - allerdings nicht zwingend in den kommenden Tagen. „Auch wenn es nicht sofort sein muss, wird er einen chirurgischen Eingriff machen lassen müssen“, sagte der Trainer in einem Video, das der französische Verband am Dienstagabend veröffentlichte. Mbappé hatte sich am Montag beim 1:0 im ersten EM-Spiel gegen Österreich die Nase gebrochen. „Am Mittwoch wird es weitere Untersuchungen geben, um zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln“, sagte Deschamps mit Blick auf den Zustand des 25 Jahre alten Offensivspielers.

      Türkei-Juwel Arda Güler nach EM-Auftaktsieg mit Lob überschüttet

      Arda Güler traf bei der EM 2024 für die Türkei gegen Georgien sehenswert aus der Distanz.
      Arda Güler traf bei der EM 2024 für die Türkei gegen Georgien sehenswert aus der Distanz. © dpa | Julian Stratenschulte

      19. Juni: Mit einem Traumtor trug Jungstar Arda Güler zum Auftaktsieg der Türkei gegen Georgien bei. Der 19-Jährige von Real Madrid durfte sich nach dem 3:1 über die Auszeichnung zum Spieler des Spiels freuen. „Es war wirklich ein tolles Tor, ich bin sehr glücklich“, sagte er anschließend. Die internationale Presse überhäufte den Offensivspieler mit Lob.

      „Er wird nicht der Spieler des Spiels sein, sondern der Spieler der Euro 2024: Arda Güler“, schrieb TRT Spor (Türkei). Die spanische Marca meinte: „Arda Güler ist der türkische Segen. Die Erwartungen waren groß, wie sich Güler bei dieser EM präsentieren würde. Nach den fehlenden Spielminuten und dem fehlenden Selbstvertrauen bei Real hatte das junge türkische Juwel jetzt eine gute Gelegenheit, der Welt zu zeigen, dass er einer der Stars der Zukunft ist. Und er hat uns nicht enttäuscht.“ Und im englischen The Guardian hieß es: „Arda Güler bringt den Donner, während die Türkei den Sturm überlebt.“ 

      Deutscher Tennis-Star Zverev kann DFB-Spiel nicht schauen

      Tennis-Topspieler Alexander Zverev kann das Länderspiel zwischen Deutschland und Ungarn nicht live verfolgen sehen.
      Tennis-Topspieler Alexander Zverev kann das Länderspiel zwischen Deutschland und Ungarn nicht live verfolgen sehen. © dpa | Friso Gentsch

      19. Juni: Während die meisten Deutschen am Mittwoch das zweite Vorrunden-Spiel der DFB-Elf gegen Ungarn gucken werden, muss Alexander Zverev auf den Tennisplatz. Zur Verwunderung vieler setzten die Veranstalter des Turniers im westfälischen Halle das Achtelfinale des Tennis-Olympiasiegers gegen den Italiener Lorenzo Sonego parallel zum zweiten Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Heim-Europameisterschaft an.

      „Das war definitiv nicht mein Wunsch“, sagte Zverev am Dienstagabend nach seinem Erstrunden-Sieg gegen Oscar Otte. „Aber ich bestimme es nicht. Wenn ich es bestimmen würde, würde ich es anders machen. Ich glaube, es war um ehrlich zu sein nicht schlau vom Turnier“, sagte der Weltranglisten-Vierte, der selbst großer Fußball-Fan ist. „Wenn ich nicht spielen würde, würde ich mir auch kein Tennis-Match anschauen, sondern würde Fußball gucken. “Die Veranstalter wollten sich auf dpa-Anfrage zunächst nicht zu dem ungewöhnlichen Spielplan äußern.

      Falschem Maskottchen droht Ärger

      18. Juni: „Undercover als Fake-Maskottchen beim EM-Eröffnungsspiel“: Unter diesem Titel hat YouTuber Marvin Wildhage dokumentiert, wie er sich bei der Partie Deutschlands gegen Schottland in die Münchener Allianz-Arena gemogelt hat. Eine Karte oder Ähnliches hatte Wildhage nicht, dafür aber eine gefälschte Akkreditierung.

      Nun ermittelt die Polizei gegen den YouTuber. Der 27-Jährige aus Niedersachsen sei wegen Hausfriedensbruchs, Erschleichen von Leistungen und Urkundenfälschung angezeigt worden, teilte die Polizei mit.

      Türkischer Siegeszug durch Dortmund

      18. Juni: Ihren Sieg gegen EM-Neuling Georgien (3:1) feiern die türkischen Fans in der Dortmunder Innenstadt.

      Türkische Anhänger feiern ihre Mannschaft.
      Türkische Anhänger feiern ihre Mannschaft. © dpa | Christoph Soeder

      Entschuldigung von Moderator Johannes B. Kerner

      18. Juni: Große Entschuldigung bei MagentaTV. Nachdem die Türkei gegen EM-Neuling bis in die Schlussphase zittern musste, richtete sich Moderator Johannes B. Kerner an die Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Grund war eine Grafik, die der Sender vor der Partie gezeigt hatte. Kerner klärte auf: „Wir haben im Vorfeld eine falsche Europa-Karte gezeigt. Dort wurde die Schwarzmeerhalbinsel Krim nicht als Teil der Ukraine ausgezeichnet.“ Kerner bat schließlich um Entschuldigung. „Das ist ein absolutes Versehen, tut uns aufrichtig leid und wir bitten in aller Form dafür um Entschuldigung“, sagte Kerner und bezeichnete den Fauxpas als schwerwiegenden Fehler.

      Russland hatte die ukrainische Krim bereits im Jahr 2014 völkerrechtswidrig annektiert und hält die Halbinsel seither besetzt. Seit mehr als zwei Jahren führt Russland einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Die Ukraine hat immer wieder angekündigt, die Krim von der russischen Besatzung zu befreien. In sozialen Medien machten mehrere Nutzer auf den Fehler aufmerksam und posteten Screenshots. Einige übten deutliche Kritik wegen des Versehens.

      Ausschreitungen in Dortmund: Fans von Georgien und der Türkei gehen aufeinander los

      18. Juni: Bevor das Spiel in Dortmund zwischen der Türkei und Georgien um 18 Uhr angepfiffen wurde, kam es schon zu den ersten Ausschreitungen: Anhänger beider Fanlager gingen aufeinander los, wie Videos auf der Plattform X (vormals Twitter) zu sehen ist.

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      18. Juni: In Leipzig ist es laut Polizeiangaben am Hotel der portugiesischen Nationalmannschaft zu einer Rangelei gekommen. Dabei soll ein portugiesischer Journalist von Fußball-Fans verletzt worden sein. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montag. Der Moderator musste anschließend in einem Krankenhaus behandelt werden.

      18. Juni: Um 18 Uhr tritt die türkische Nationalmannschaft gegen EM-Neuling Georgien an. Mit sommerlichen Temperaturen werden die Fans aber nicht belohnt: Es regnet heftig in Dortmund, im BVB-Stadion kommen die Massen Wasserfall-mäßig vom Stadiondach geflossen. Aufgeheizt ist nur die Stimmung.