Aufholjagd des 1. SV Pößneck gegen SV Geraberg bleibt aus

Pößneck.  Im Thüringenduell der 2. DCU Bundesliga mit Geraberg bleiben Pößnecks Kegler unter ihren Möglichkeiten. Doch das ist nur eine Seite der Medaille.

Sven Müller gelang es wie den meisten Keglern des 1. SV Pößneck nicht, sein Potenzial auf die Bahn zu bringen. Er erreichte 832 Holz.

Sven Müller gelang es wie den meisten Keglern des 1. SV Pößneck nicht, sein Potenzial auf die Bahn zu bringen. Er erreichte 832 Holz.

Foto: Alexander Hebenstreit

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Ob es nun Zweckoptimismus war oder er wirklich noch daran glaubte, ist nicht überliefert, doch bereits vorab die Flinte ins Korn zu werfen, lag Daniel Stenzel fern. „Ich hoffe es“, antwortete der Kapitän des 1. SV Pößneck, der in der 2. DCU Bundesliga den SV Geraberg empfing, kurz vor seinem Einsatz auf die Frage, ob der Rückstand von gut 100 Holz im Schlussdurchgang noch aufzuholen sei. Doch während er noch die Daten der mittleren Paare ins Protokoll eintippte, schien sein Optimismus nicht auf die Zuschauer überzuschwappen. Dort war man sich sicher: Das Ding ist durch.

Natürlich wäre es nicht die erste erfolgreiche Aufholjagd der Pößnecker gewesen, doch da der SV Geraberg mit Tino Perlt und Florian Leihbecher noch seine potenziell besten Pfeile im Köcher hatte, hätte es schon ein mittleres Wunder gebraucht. Dass daraus nichts werden würde, war spätestens nach der ersten Bahn des Schlussdurchgangs klar, als das Polster der Gäste statt zu schrumpfen noch weiter angewachsen war.

Angeschlagener Stenzel durch angeschlagenen Krauß ersetzt

Letztlich musste auch der angeschlagenen ins Spiel gegangenen Stenzel ausgewechselt und durch den ebenfalls nicht richtig fitten Steffen Krauß ersetzt werden. Zusammen brachten sie es auf immerhin 889 Holz und dass das nach Sebastian Scheidigs 902 Zählern der zweitbeste Pößnecker Wert war, spricht eigentlich schon für sich.

Insgesamt brachten die Hausherren nur 5235 Holz auf die Anzeige und damit rund 200 weniger als in den beiden vorherigen Heimspielen. Dass die Mannen vom SV Geraberg, die jedes einzelne Direktduell für sich entschieden, mit 5440 Kegeln das mit Abstand beste Saisonergebnis einer Auswärtsmannschaft in Pößneck spielten, ist die andere Seite der Medaille.

Geraberg darf vom Aufstieg träumen

So darf das Team aus dem Ilm-Kreis weiter vorsichtig vom Aufstieg in die 1. DCU-Bundesliga träumen, der zumindest über die Relegation winkt. Pößnecks Kegler wiederum sollten besser einen vorsichtigen Blick nach unten werfen. Die Gefahr, in den roten Bereich zu rutschen, ist allerdings – noch – eher gering.

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