Ulm. Die Basketball-Playoffs haben ihre ersten Überraschungen. Vor allem der Auftritt der Bayern wirft Rätsel auf.

Topfavorit Bayern München hat sein Auftaktspiel in den Playoffs der Basketball-Bundesliga völlig überraschend verloren. Das Starensemble von der Isar unterlag am Samstagabend in der Viertelfinal-Serie daheim gegen die MHP Riesen Ludwigsburg nach Verlängerung mit 98:102 (90:90, 43:40). Dabei gaben die Bayern eine 14-Punkte-Führung aus der Hand. Überragender Werfer bei den Ludwigsburgern war Silas Melson mit 33 Punkten, bei den Bayern kam Carsen Edwards auf 25 Zähler.

Die Bayern taten sich gegen die Ludwigsburger, die sich erst am Donnerstag über die Play-Ins für die Playoffs qualifiziert hatten, von Beginn an schwer. Von der Münchner Dominanz der Hauptrunde war nicht viel zu sehen. Dennoch schien der große Favorit im dritten Viertel einen Weg gefunden zu haben und führte mit 14 Punkten.

Doch die Gäste steckten nicht auf und lagen kurz vor Schluss plötzlich mit drei Zählern vorn. Weltmeister Andreas Obst rettete die Bayern mit der Schlusssirene zwar noch in die Verlängerung, doch da machte Ludwigsburg die Überraschung perfekt und ging in der Best-of-Five-Serie 1:0 in Führung.

Einen Fehlstart legte auch Titelverteidiger ratiopharm Ulm hin. Die Ulmer mussten sich dem Überraschungsteam der Würzburg Baskets verdient mit 65:78 (38:40) geschlagen geben. Otis Livingston II, wertvollster Profi der BBL-Hauptrunde, war mit 22 Punkten bester Werfer der stark aufspielenden Gäste.

Ulm hatte die Hauptrunde als Vierter beendet, Würzburg einen Rang dahinter. Dem angemessen verlief das erste Viertel ausgeglichen. Allerdings hatten die Bayern leichte Vorteile. Und das zog sich durch die Partie. Im dritten Abschnitt glich der Meister zwar zum 56:56 aus. Doch der starke Hauptrunden-MVP Livingston war maßgeblich an der wiederhergestellten Führung der Würzburger beteiligt.

Am Montag finden in beiden Serien jeweils die zweiten Duelle statt. Bayern und Ulm haben dann ein weiteres Mal Heimrecht.