FC Carl Zeiss Jena erkämpft Punkt bei Eintracht Braunschweig

Braunschweig.  Der FC Carl Zeiss Jena zeigt beim 1:1 in Braunschweig eine deutliche Leistungssteigerung. Der Abstand aufs rettende Ufer wächst dennoch. Das Spiel im Schnellcheck:

Julian Günther-Schmidt setzt sich gegen seine Gegener durch.

Julian Günther-Schmidt setzt sich gegen seine Gegener durch.

Foto: Frank Steinhorst-Pressefoto

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Kurzfazit: Die erste Halbzeit gehörte klar den Gästen von der Saale. Als Marvin Pourie in der 5. Minute für Braunschweig gleich eine Großchance hatte und so manchem Jena-Anhänger unter den 16.230 Zuschauern schon Schlimmes schwante, entpuppte sich die Verunsicherung der Eintracht nach dem 1:4 bei 1860 München doch deutlich größer als jene beim Tabellenletzten.

Der attackierte früh und zwang die Eintracht-Defensive ein ums andere Mal zu Fehlern. Allerdings brauchte Jenas Julian Günther-Schmidt gleich vier Anläufe, um die verdiente Führung für den FC Carl Zeiss zu erzielen (21. Minute). In der Folge kontrollierten die Thüringer das Geschehen gegen Gastgeber, die mit einem Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet wurden und von Trainer Marco Antwerpen noch vor dem Gang in die Katakomben im Regen die erste Standpauke erhielten.

Mit Wirkung: Die Eintracht drückte nach der Pause auf den Ausgleich. Jena hatte Glück, dass Keeper Jo Coppens mit einer Glanztat den Schuss von Robin Becker noch entschärfte (50.). Aber Braunschweig blieb dran und einmal mehr war es ein Standard, der dem FCC zum Verhängnis wurde. Nach einer Ecke stocherte ausgerechnet der Ex-Jenaer Marcel Bär das Spielgerät über die Linie zum 1:1 (52.).

Beide Mannschaften schalten nun erst mal einen Gang runter und belauerten sich. Jeder wollte den entscheidenden Spielzug landen. Dabei waren die Niedersachsen deutlich näher an der Führung als die Jenaer, die auf einen Konter lauerten. Pech hatten die Thüringer, als Kilian Pagliuca mit einem Foul einen schnellen Angriff der Eintracht unterband und dafür die Rote Karte sah (87.).

Eine harte Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Schultes. Mit Glück und Kampfgeist überstanden die Gäste dann die Schlussminuten in Unterzahl.

Tore: 0:1 Günther-Schmidt (21.); 1:1 Bär (52.).

Aufstellung: Wer einen großen Umbau in der Startaufstellung gegenüber der 1:2-Niederlage des FC Carl Zeiss gegen Preußen Münster von Trainer Rico Schmitt erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Lediglich Ole Käuper und Jannis Kübler rückten für den verletzten Daniel Stanese und René Eckardt in die Mittelfeldzentrale. Winterzugang Aytac Sulu, den die Jenaer erst am Donnerstag verpflichtet hatten, saß zunächst auf der Bank.

Jena: Coppens – Grösch, Volkmer, Hammann – Fassnacht, Käuper, Kübler (80. Rohr), Obermair – Pagliuca, Gabriele (71. Donkor), Günther-Schmidt (88. Sulu).

Braunschweig: Fejzic – Kessel, Becker, Nkansah (46. Proschwitz), Kijewski – Kammerbauer, Wiebe, Otto (46. Kobylanski) – Bär (80. Feigenspan), Pourie, Biankadi.

Bester Spieler: Jenas Joe Coppen spielte erneut eine souveräne Partie.

Szene des Spiels: Ole Käuper tanzt a la Zinedine Zidane in den Braunschweiger Strafraum, tut sich dann beim Abschluss aber weh und muss behandelt werden. Irgendwie ein Sinnbild für die Jenaer Leistung (83.).

Tabelle: Nach dem Sieg von Viktoria Köln am Freitagabend in Halle war der Rückstand des FCC auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf 13 Punkte angewachsen. Denn konnten die Jenaer dank dem Punktgewinn zwar auf zwölf verkürzen, sind aber dennoch ein Verlierer des Spieltags.

Nächste Partie: Am kommenden Spieltag wartet auf den FC Carl Zeiss ein Montagspiel. Zum Ostderby erwarten die Thüringer am 10. Februar den FSV Zwickau. Anstoß im Ernst-Abbe-Sportfeld ist 19 Uhr.

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