Wolfsburg. Auch Niko Kovac musste einst als Trainer von Bayern München vorzeitig gehen. In seinen Nach-Nach-Nachfolger Thomas Tuchel kann sich der Coach des VfL Wolfsburg deshalb gut hineinversetzen.

Der frühere Bayern-Trainer Niko Kovac fühlt mit dem aktuellen Bayern-Coach Thomas Tuchel. Der 50-Jährige wird den deutschen Fußball-Meister nach dieser Saison verlassen. Kovac selbst musste bei den Bayern im November 2019 nur wenige Monate nach dem Gewinn von Meisterschaft und DFB-Pokal gehen. Seit 2022 trainiert er den VfL Wolfsburg.

„Ich kann Ihnen sagen, dass ich ganz genau weiß, wie Thomas fühlt“, sagte Kovac bei der Pressekonferenz zum Wolfsburger Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr/DAZN). „Aber ich werde das nicht kommentieren. Ich habe meine Meinung dazu. Aber die behalte ich für mich.“

Kovac lobte stattdessen den Wolfsburger Sportchef Marcel Schäfer, der trotz einer sportlich bislang enttäuschend verlaufenen Saison weiter an ihm festhält. „Natürlich stimmen die Ergebnisse und der Tabellenplatz nicht. Aber Marcel geht die Sache als ehemaliger Spieler vielleicht anders an als der eine oder andere“, sagte Kovac. Er lasse sich nicht von außen leiten. „Denn das ist ja oftmals das Problem: Dass gerade die, die in der Entscheidungsgewalt sind, dem Druck unterliegen, der von außen aufgebaut wird“, so Kovac. Schäfers Verhalten dagegen zeuge „von Charakterstärke und Präsenz“.

Ganz generell und damit auch auf seine Erfahrungen in München bezogen, sagte Kovac: „Ein Trainer ist nur so stark, wie er von oben gemacht wird. Wenn ein Trainer von oben geschwächt wird, ist es für jeden Spieler einfacher, sich durchzuschlängeln.“