Jenas Fußballerinnen im Kellerduell zum Siegen verdammt

Jena.  Die Fußballerinnen vom USV Jena spielen am Sonnabend in Duisburg und wollen Anschluss an Nichtabstiegsplätze wahren.

Die Jenaerin Jitka Chlastakova (links) gegen Myrthe Moorrees vom SC Sand. Der FF USV verlor die Begegnung mit 0:2.

Die Jenaerin Jitka Chlastakova (links) gegen Myrthe Moorrees vom SC Sand. Der FF USV verlor die Begegnung mit 0:2.

Foto: Jürgen Scheere

Das letzte Spiel der Hinrunde steht an und noch immer wartet der FF USV Jena in der Fußball-Bundesliga der Frauen auf seinen ersten Sieg. Mit nur einem Punkt und 9:44 Toren sind die Thüringerinnen abgeschlagenes Tabellenschlusslicht.

Nach dem direkten Wiederaufstieg droht der erneute Abstieg in die Zweitklassigkeit. „Klar müssen wir an einem Plan B arbeiten. Dafür sind wir vom Vorstand zuständig und werden die entsprechenden Gespräche führen“, sagt Laura Brosius zu dem immer wahrscheinlich werdenden Szenario, dass der FF USV den anvisierten Klassenerhalt verfehlt.

Die Ex-Fußballerin, die einst für die Jenaerinnen selbst im Oberhaus kickte, hat die Hoffnung aber noch lange nicht aufgegeben, dass die Trendwende noch gelingt. Mit einem Sieg beim Tabellenvorletzten MSV Duisburg am Sonnabend könnte der FF USV im Idealfall den Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf drei Punkte verringern und wäre wieder voll im Rennen. „Wir wollen alles probieren, das Unmögliche noch möglich zu machen“, sagt die 29-Jährige.

Seitens des Vorstandes werde Trainer Chris Heck dabei so gut es geht unterstützt. „Aber er steht natürlich auch in der Verantwortung“, meint Brosius. „Dabei schauen wir nicht nur auf die Ergebnisse, sondern auch wie man verliert und sich mit dem Verein identifiziert.“

Distanztreffer als Problemausgemacht

Die hohen Niederlagen sollen also endlich der Vergangenheit angehören. Zumindest in den vergangenen drei Ligaspielen (0:3 Bayern München; 0:2 Bayer Leverkusen; 0:2 SC Sand) war in dieser Hinsicht ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Trainer Heck ärgern besonders die Gegentreffer aus der Distanz: „Wir müssen zusehen, dass wir diese Fernschüsse fernhindern, und dass diese Fernschüsse auch gehalten werden.“ Gegen Duisburg will er einige Veränderungen in der Aufstellung vornehmen. Einerseits seien einige angeschlagene Spielerinnen wieder fit, andererseits „um eine andere Dynamik reinzubekommen“.

Ein Sieg wäre wichtig. „Mit vier Punkten wären wir nicht ganz so weit weg“, sagt Heck. 16 Zähler werden im 12er Feld in dieser Spielzeit insgesamt benötigt, glaubt er, um die Klasse zu halten.

„Uns wird immer attestiert, wir spielen gut mit, wir haben einen Plan. Aber ich würde mal ganz gerne sehen, dass man gar nix erkennt und wir gewinnen“, sagt Heck.

MSV Duisburg – FF USV Jena, Samstag, 13 Uhr

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.