Meuselwitz. Meuselwitzer geben in der Fußball-Regionalliga eine Halbzeitführung gegen Chemie Leipzig aus der Hand. Von Elfmeter bis Eigentor ist alles geboten.

Wenn man sich bei Duellen des ZFC Meuselwitz gegen die BSG Chemie Leipzig auf etwas verlassen kann, dann ist es die hohe Zuschauerresonanz. 1772 sind es diesmal, vornehmlich Anhänger der Gäste, die die 2:4-Niederlage des ZFC in der Fußball-Regionalliga mitverfolgen.

Bereits nach einer Spielminute fordern die ZFC-Anhänger Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul im Strafraum an Hansch. Der Pfiff von Schiedsrichter Lukawski bleibt aus. Fortan übernehmen die Gäste das Heft des Handelns, Hilßner und Harant vergeben erste, gute Chancen.

Der ZFC, bei dem Schmökel, Bürger und Ulrich in die Startelf rutschen, leistet sich zunächst viele Fehler im Spielaufbau und lässt die Leutzscher gefährlich vor dem Tor von Sedlak auftauchen. Doch Meuselwitz wird besser, die dank Trainer Leopold zurückgewonnene Spielfreude ist den Ostthüringern anzusehen.

Elfmeter gehalten, dann Eigentor kassiert

Da passt es gut, dass die Führung schließlich doch von der Heimelf erzielt wird. Eine Flanke von Hansch setzt Trübenbach zunächst nur an den Pfosten, doch Ulrich zeigt seinen Torriecher der vergangenen Wochen und trifft (27.).

Chemie schlägt noch vor der Pause zurück. Nach einem fragwürdigen Foul von Rehder an Hilßner im Strafraum, scheitert zunächst Jäpel per Elfmeter an Sedlak. Die folgende Ecke erreicht Schmökel, der den Ball unglücklich ins eigene Tor bugsiert (38.).

Dass der ZFC dennoch mit einer nicht unverdienten Führung in die Pause geht, ist Kapitän Eckardt zu verdanken, der in der 42. Minute zum 2:1 einschiebt.

Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag. Innerhalb von fünf Minuten dreht Kirstein das Spiel für die Leipziger (51./56.). Meuselwitz wirkt geschockt, kann nicht mehr an die gute Leistung aus dem ersten Durchgang anknüpfen und kassiert durch den dritten Treffer Kirsteins den endgültigen K.o. in der 80. Minute.