Köln. Die deutschen Handballer werden das EM-Wunder gegen Dänemark nicht alleine schaffen. Führungsfigur Knorr appelliert an „jeden Einzelnen“.

Spielmacher Juri Knorr hat die Handball-Fans vor dem Halbfinal-Kracher gegen Top-Favorit Dänemark zu noch mehr Unterstützung aufgefordert.

„Die Fans sind ein riesiger Faktor. Es war bisher gigantisch, aber wir brauchen noch mehr. Wir brauchen das Doppelte“ appellierte Deutschlands Spielmacher an die fast 20.000 Zuschauer, die am Freitag (20.30 Uhr/ZDF) in der Kölner Lanxess Arena sein werden.

Deutschlands Handballer hoffen, dass der stimmungsvolle Kölner Handball-Tempel den unbesiegbar wirkenden Weltmeister einschüchtern könnte. „Jeder muss für uns brüllen. Jeder Einzelne muss für uns schreien und uns nach vorn peitschen“, sagte Knorr schon fast flehend.

Spielerisch ist die DHB-Auswahl an einem normalen Tag unterlegen. Der ernüchternde Auftritt im abschließenden Hauptrundenspiel gegen Kroatien (24:30) machte zudem wenig Hoffnung auf einen EM-Coup gegen das mit Bundesliga-Profis gespickte Star-Ensemble. „Die Zuschauer müssen den Tag zu einem besonderen machen. Wir brauchen die Leute da draußen. Sonst haben wir keine Chance. Lasst uns zusammenstehen, gemeinsam als Halle“, sagte Knorr.

Linksaußen Rune Dahmke sprach von einer „perfekten Ausgangslage“ für die deutsche Mannschaft. „Du hast ein Halbfinale zu Hause vor ausverkauftem Haus. Und trotzdem hast du nicht den Druck auf deiner Seite. Das ist etwas Besonderes. Dass wir gegen die beste Mannschaft der Welt sagen können "Wir werfen alles rein und gucken mal was dabei rauskommt" ist eine unvergleichliche Situation“, sagte der DHB-Profi. Dahmke befand: „Wenn du irgendwo eine Chance auf ein Wunder hast, dann in Köln.“