Köln –. Deutschlands Handballer wollen den EM-Coup gegen Dänemark schaffen. Einige Faktoren sprechen laut Ex-Nationalspieler Kretzschmar für einen DHB-Erfolg. Entscheidend ist die erste Viertelstunde.

Der ehemalige Nationalspieler Stefan Kretzschmar hält ein deutsches Handball-Wunder im EM-Halbfinale gegen die klar favorisierten Dänen für möglich.

„Wir haben durchaus ein paar Faktoren in der Mannschaft, die das Wunder von Köln schaffen können. Das ist zweifelsohne ein Andi Wolff im Tor oder ein David Späth und das ist eine gute Abwehr, auf die wir uns verlassen konnten“, sagte der 50-Jährige der Deutschen Presse-Agentur vor dem Duell mit Dänemark an diesem Freitag (20.30 Uhr/ZDF und Dyn).

Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason geht als klarer Außenseiter in das EM-Halbfinale gegen den skandinavischen Weltmeister. Die letzten vier Aufeinandertreffen gegen das mit Bundesliga-Profis gespickte Star-Ensemble verlor das DHB-Team. Der bislang letzte deutsche Sieg datiert aus dem Jahr 2016. „Wir haben nichts zu verlieren. Wir stehen im Halbfinale, unser Traum hat sich schon erfüllt. Das, was wir als Vision ausgegeben haben, hat diese Mannschaft erreicht“, sagte Kretzschmar.

Ein neues Wintermärchen ist greifbar nah. „2007 waren wir im Halbfinale gegen Frankreich auch der große Außenseiter und haben sie geschlagen“, erinnerte sich Kretzschmar an den WM-Rausch vor 17 Jahren im eigenen Land. Entscheidend sei gegen die Dänen vor allem die Anfangs-Viertelstunde. „Wenn sich unsere Mannschaft in den ersten 15 Minuten Selbstvertrauen holt und dann kommt die Halle, dann sind wir nicht chancenlos.“