Köln. In der D-Jugend kickt Juri Knorr mit Jann-Fiete Arp und Josha Vagnoman beim Hamburger SV. Jetzt ist der Handball-Nationalspieler froh, dass er kein Fußballer geworden ist.

Nach turbulenten Handball-Tagen und großem medialem Rummel freut sich Handball-Nationalspieler auf ruhigere Wochen mit Freunden und Familie.

„Es war schon extrem viel und nochmal eine neue, heftige Erfahrung. Ich bin schon dankbar, dass ich kein Fußballspieler vom FC Bayern München bin, der das tagtäglich das ganze Jahr hat“, sagte der Spielmacher vor der heutigen Partie um EM-Bronze gegen Schweden.

Der stille Popstar im Team

Der Bundesliga-Profi von den Rhein-Neckar Löwen ist eines der Gesichter der Nationalmannschaft. Nach der WM im Vorjahr ist diese Heim-EM das zweite Großturnier, bei dem Knorr derart im Fokus der Öffentlichkeit steht. „Ich versuche, nicht so viel zu lesen von dem, was geschrieben wird. Aber ganz ausblenden kann man das nicht. Es ist unmöglich, wenn so viel geschrieben und geredet wird“, berichtete Knorr.

Der Rückraumspieler ist so etwas wie der stille Popstar im Team von Bundestrainer Alfred Gislason. Knorr wirkt schüchtern, wenn er mit sehr leiser Stimme die dutzenden Fragen der Journalisten beantworten muss. Seine Worte wählt er mit Bedacht. „Klar freue ich mich, dass die Aufmerksamkeit gestiegen ist. Aber es war in den letzten Monaten auch ein bisschen viel. Ich bin kein Typ, der das komplett genießt“, sagte Knorr.