Köln. Die deutschen Handballer sollten im Falle eines Medaillengewinns am Montag öffentlich gefeiert werden. Doch die Mannschaft sagt ab.

Unabhängig vom Ausgang der Heim-EM verzichten die deutschen Handballer auf einen Jubel-Empfang am Montag in Köln. „Bronze wäre ein großartiger Abschluss, aber wir sind damit nicht am Ende unseres Weges. Deshalb gehören wir noch nicht auf einen solchen Empfang“, begründete Kapitän Johannes Golla die Absage.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte die DHB-Auswahl im Falle eines Medaillengewinns zu einer öffentlichen Feier am Montagmittag ins historische Rathaus der Domstadt eingeladen. „Wir wissen die Einladung der Oberbürgermeisterin sehr zu schätzen, aber solch ein Empfang fühlt sich für uns aus mehrerlei Gründen nicht richtig an“, sagte Golla.

Dazu gehöre auch der enorme Substanzverlust bei den Spielern, die im Januar elf Spiele bestreiten mussten. „Wir hätten unserer Nationalmannschaft gern gemeinsam mit der Stadt Köln die verdiente Bühne gegeben, aber das hätte ein Ereignis für die Spieler sein müssen - und deren klar formulierten Wunsch akzeptieren wir“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.