Köln. Alfred Gislason ist seit Februar 2020 Bundestrainer der deutschen Handballer. Nach dem Vertragsende im Sommer möchte er die Arbeit gern fortsetzen.

Nach dem vierten EM-Platz der deutschen Handballer hofft Bundestrainer Alfred Gislason auf eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages.

„Ich habe signalisiert, dass ich das gerne weiter machen möchte. Natürlich macht mir das richtig Spaß, aber letztlich entscheide ich das nicht“, sagte der 64 Jahre alte Isländer am Sonntag nach dem 31:34 gegen Schweden im Spiel um Platz drei.

Er habe zwar noch kein Signal vom Deutschen Handballbund erhalten, sei bei der Sache aber „sehr, sehr locker“. DHB-Sportvorstand Axel Kromer bekräftigte: „Wir werden mit Alfred nach der EM hundertprozentig in die Gespräche gehen.“ Möglicherweise fällt die Entscheidung über eine weitere Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer auf der Präsidiumssitzung des Verbandes im Februar, bei der Gislason seine EM-Analyse abgeben wird.

Olympia-Qualifikation steht noch aus

Gislasons Vertrag umfasst noch die Olympischen Spiele in Paris, für die sich die DHB-Auswahl allerdings erst qualifizieren muss. Dafür muss mindestens der zweite Platz bei einem Vierer-Turnier Mitte März mit Kroatien, Österreich und Algerien her. „Wir haben jetzt eine Olympia-Qualifikation vor uns, die unglaublich wichtig sein wird für den deutschen Handball“, bekräftigte Gislason. Sollte die DHB-Auswahl scheitern, würde sein Vertrag sofort enden.

Der ehemalige Erfolgstrainer des deutschen Rekordmeisters THW Kiel hatte das Amt im Februar 2020 von Christian Prokop übernommen. Mit dem vierten Rang bei der Heim-EM gelang der DHB-Auswahl die bisher beste Platzierung unter Gislason. „Wir sind diesen steinigen Weg des Umbruchs gegangen und es sieht sehr gut aus mit den Jungs. Wir haben jetzt eine komplett neue und sehr junge, talentierte Mannschaft aufgebaut“, lobte der Bundestrainer die Entwicklung des Teams und ergänzte: „Wer immer die Mannschaft künftig betreut, wird viel Spaß haben.“