Hohe Kosten für Hallen beklagt

Bad Blankenburg  Kreisfußballausschuss Mittelthüringen freut sich aber über wachsendes Interesse an Futsal-Meisterschaften

Wurden mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet: Peter Fuchs SG Medizin Bad Sulza, von rechts), Rene Stix (SV Thuringia Königsee) und Patrick Volland (SV Ilmtal Manebach) aus.

Wurden mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet: Peter Fuchs SG Medizin Bad Sulza, von rechts), Rene Stix (SV Thuringia Königsee) und Patrick Volland (SV Ilmtal Manebach) aus.

Foto: Norbert Block

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Der Kreisfußballausschuss (KFA) Mittelthüringen hat erneut die hohen Mieten für die Nutzung der Sporthallen beklagt. Der Vorsitzende Ralf Hanemann forderte die politisch Verantwortlichen im Thüringer Landtag und in den Kommunen auf, den Vereinen und auch den Verbänden die Nutzung der Sportstätten kostenlos zu ermöglichen. Hanemann beklagte bei der KFA-Halbjahreskonferenz in der Landessportschule Bad Blankenburg, dass eine entsprechende Initiative im Thüringer Landtag zwar seit einem Jahr debattiert, aber noch nicht entschieden sei.

Insgesamt, so Hanemann, habe der KFA Mittelthüringen zwischen Dezember und Februar für die 82 Turniere im Rahmen der Hallenmeisterschaften etwa 15 000 Euro ausgeben müssen. Der Großteil davon sei für die Miete der Sporthallen draufgegangen. „Für manche Halle haben wir 400 Euro pro Turniertag zahlen müssen“, beklagte Hanemann. Der Verband hatte aus diesem Anlass die Startgebühren für die Vereine pro Mannschaft um fünf Euro erhöhen müssen.

Sportlich sind die Hallenmeisterschaften, die seit drei Jahren nach Futsal-Regeln gespielt werden, bei den Vereinen beliebt. 263 Teams starteten in neun Altersklassen. „Das waren 15 Prozent mehr als noch in der vergangenen Saison“, freute sich Spielausschussvorsitzender Christian Bothe. Andere Fußball-Regionen in Thüringen hätten dagegen mit einer zurückgehenden Zahl von Mannschaften in den Wettbewerben zu kämpfen. Schiedsrichterobmann Daniel Büttrich hofft, dass vor allem noch mehr ältere Unparteiische die Futsal-Regeln erlernen. Bisher dürfen nur 65 der 230 Schiedsrichter die Hallenspiele pfeifen.

Mit dem Verlauf der Hinrunde zeigte sich der KFA Mittelthüringen zufrieden. Hanemann lobte insbesondere die Vereine der Kreisoberliga, in der in dieser Saison eine 17. Mannschaft aufgenommen wurde und die dadurch vier zusätzliche Spieltage habe. „Es habe hier kaum Spielverlegungen oder Ausfälle gegeben“, so Hanemann. Er hoffe, dass auch die Rückserie störungsfrei verlaufe.

Schiedsrichterobmann Bütt­rich, der seit einem halben Jahr im Amt ist, beklagte drei Spielabbrüche in der laufenden Saison. In zwei Fällen seien Tätlichkeiten gegen die Unparteiischen der Grund gewesen. Er appellierte an Spieler, Funktionäre und Fans um sportliche Fairness gerade auch gegenüber den Schiedsrichtern.

Der stellvertretende KFA-Vorsitzende Sven Wenzel, der Spielausschussvorsitzender auf Landesebene ist, kündigte an, dass voraussichtlich mit Beginn der Saison 2020/21 Spielerfotos im elektronischen Spielbericht hinterlegt sein müssen. Dann seien Spielerpässe in der herkömmlichen Form nicht mehr erforderlich. Er appellierte an die Vereine, schon jetzt Bilder der Spieler einzupflegen. Bei Teams auf Landesebene würde die Einführung schon früher erfolgen.

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