Schmöllner Fußballer trainieren wieder

Schmölln.  Aber „Bitte noch die Hände waschen“ heißt es vor dem Gang aufs Spielfeld. Auch in Gößnitz soll es bald losgehen.

Bitte in die Liste eintragen: Schmöllns A-Juniorentrainer Falk Sporbert  und Spieler Pascal Zopora.

Bitte in die Liste eintragen: Schmöllns A-Juniorentrainer Falk Sporbert und Spieler Pascal Zopora.

Foto: Axel Ukena

„Es ist mein erstes Training wieder und ich freue mich definitiv drauf.“ Pascal Zopora war einer von neun A-Junioren der Spielgemeinschaft SV 1913 Schmölln, die am Mittwoch erstmals wieder auf ihrem Fußballplatz in der Sommeritzer Straße standen.

Der Abiturient hatte am Morgen seine Deutschprüfung mit sehr gutem Gefühl geschrieben, „und in den Wochen zuvor habe ich mit fitgehalten und mich aufs Abitur vorbereitet. Heute glaube ich schon, dass ich das Training locker wegstecken sollte und bin mal gespannt, wie es wird.“

Doch ehe Pascal und die anderen gegen den Ball treten durften, gab es erst einmal jede Menge Regeln zu beachten. So durfte jeder Spieler nur einzeln den Sportplatz betreten, musste Hände desinfizieren, sich in eine Liste eintragen und noch einmal die Hände waschen.

„Wir werden heute Passübungen machen, damit die Jungs einfach mal wieder Gefühl für den Ball bekommen, und auch mal was für den Torschuss – obwohl wir heute gar keinen Torhüter dabei haben –, um den Jungs auch mal bissel Spaß vermitteln können, das aber alles in einfachem Rahmen. Es ist auch mal ganz wichtig, dass wir die Jungs nach so langer Zeit mal wieder hier haben, gerade bei den Verbandsliga-A-Junioren, wo es auch darauf ankommt, dass sie für den Männerbereich nicht die Bindung verlieren und das sie dabei bleiben“, erklärt Trainer Falk Sporbert – neben Daniel Weinert und Thomas Hußner am Mittwoch auf dem Trainingsplatz verantwortlich.

Neu ist dabei auch, dass maximal vier Spieler plus Trainer eine Platzhälfte beanspruchen dürfen, erklärt Thomas Hußner die Regeln, zu denen auch Abstand halten gehört.

Doch dann war es soweit, auf dem Platz gab es noch einmal eine Einweisung, wurde auch das Training besprochen. Die Bälle lagen derweil in den Netzen, und auch hier sind Vorkehrungen getroffen. Jeder Ball hat eine Nummer, die dann je einem Spieler zugeordnet wird. „Bei uns sind ja Einwürfe und Kopfbälle möglich, in Sachsen ist das wieder anders geregelt“, verweist Falk Sporbert auf viele einzelne Festlegungen. Warum und Wieso, diese Fragen bleiben im Raum.

Die Schmöllner waren einer der ersten Vereine, die den zuständigen Behörden ein Konzept vorlegen konnten, freut es Vorsitzenden Oliver Vincenz. „Die Genehmigung haben wir seit vergangenen Donnerstag.“

Jetzt, wo der Ball wieder rollt, steigt auch nochmals das Thema Saisonende in Thüringen in den Blickpunkt. „Eine Lösung, die allen gerecht wird, gibt es nicht“, meint Oliver Vincenz, „aber ich sehe die Lösung als gut an. Andere im Verein eher nicht.“ In der Frage sieht Falk Sporbert inzwischen eine Wendung. „Der Trend geht inzwischen auf Abbruch. Da gab es zu viele Einwände.“

Derweil hat auch der FSV Gößnitz schon fleißig an einem Konzept gearbeitet. Ein dreiseitiges Papier wurde eingereicht, mit Hygiene-, Abstands,- Verhaltensregeln und Hinweisen für Risikogruppen.

„Wir planen den Trainingsbetrieb im Außenbereich der Sportanlage am 1. Juni wieder aufzunehmen“, teilt FSV-Vorsitzender Lutz Goerke in einem Schreiben mit.