Altenburg. Fußball-Kreisoberliga: Eurotrink macht mit 2:0-Auswärtserfolg in Lumpzig die Meisterschaft perfekt. Ehrenhain verspielt letzte Chance

SV Osterland Lumpzig – SG Eurotrink/Leumnitz 0:2 (0:0)

„Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte spielen wir in der Landesklasse. Damit ist eine neue Qualität erreicht. In der Halbzeit beim Stand von 0:0 waren meine Jungs noch nervös. Ich habe sie aufgefordert, an ihre Stärken zu glauben. Nach dem Seitenwechsel hat es dann besser geklappt. Als die Nachricht vom Altenburger 2:2-Ausgleich in Ehrenhain die Runde machte, waren alle erleichtert. Jetzt freue ich mich auf eine entspannte Woche und die Meisterehrung am nächsten Sonnabend vor der Partie gegen den ZFC Meuselwitz II“, verriet Eurotrink-Trainer Jörg Fleischer, dessen zur Pause eingewechselter Sohn Rick für die beiden Treffer in Lumpzig verantwortlich zeichnete. Erst hatte er nach einer Flanke von Bruder Robin das 1:0 erzielt (55.), ehe er eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit nach Vorarbeit von Leon Stein per 20 m-Heber mit seinem 23. Saisontor auch für das 2:0 sorgte (89.). Lumpzig bleibt in akuter Abstiegsgefahr. Selbst spielfrei am letzten Spieltag muss man hoffen, dass Schlusslicht Langenleuba nicht in Rüdersdorf gewinnt. Sonst wäre die Osterland-Elf abgestiegen. 

SV 1879 Ehrenhain – RSV Altenburg 2:2 (2:1)

In Ehrenhain hatten die Hausherren einen klassischen Fehlstart hingelegt. Rasim Hasanov hatte die Köster-Elf früh in Führung gebracht (6.), bevor die Ehrenhainer langsam wach wurden. René Neumaiers 1:1 (24.) - sein 26. Saisontreffer - brachte die Gastgeber wieder auf Kurs. Philip Badewitz legte mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze ins lange Eck das 2:1 nach (34.).

Nach Wiederbeginn ging bei Ehrenhain der Spielfaden verloren. Während Keeper André Sittel zweimal gut parierte, konnte er nach einem Fehlpass von Leon Eller und dem anschließenden 30 m-Heber von Andreas Zwesper ins verwaiste Gastgeber-Tor das 2:2 nicht mehr verhindern (83.). „Wir gratulieren Eurotrink zu Meisterschaft und Aufstieg. Wir haben den Titel nicht heute verspielt, sondern in der Hinrunde, als wir zu viele Punkte liegen gelassen haben“, analysierte Ehrenhains Trainer Felix Bachmann kurz und knapp. 

FSV Meuselwitz – SG Rüdersdorf 4:3 (0:0)

Nach einer torlosen ersten Hälfte ging es beim FSV Meuselwitz nach Wiederbeginn richtig zur Sache. Dreimal gingen die Hausherren durch Maurizio Röhricht (49., 73.) und Oliver Sparbrod (57.) in Führung. Dreimal konnten die Rüdersdorfer durch Lukas Pätz (56.), Matthias Beuchel (71.) und Max Häselbarth (90./Elfmeter) ausgleichen.

Ab der 65. Minute mussten die FSV-Kicker nach Rot gegen Lucas Mühlmann, der seinen Gegenspieler nach einem Foul vor die Brust gestoßen hatte, in Unterzahl auskommen. Die ersatzgeschwächten Gäste konnten daraus kein Kapital schlagen. Die auch in der Nachspielzeit auf Sieg spielenden Meuselwitzer kamen noch zum 4:3-Siegtreffer. Fabian Dietrich traf nach einer abgewehrten Ecke per Sonntagsschuss aus der Distanz genau ins Eck (90.+3).  

SG Langenleuba-Niederhain – VfL 1990 Gera 1:4 (0:1)

Durch den 4:1-Auswärtssieg bei Schlusslicht Langenleuba-Niederhain rückte der VfL 1990 Gera in der Tabelle auf Rang acht nach vorn. Sieggarant bei den Debschwitzern war einmal mehr Daniel Kunz, der mit seinen drei Toren sein Saisontrefferkonto auf 19 ausbaute. Die Gäste verloren früh Paul Hentschel durch eine Kopfverletzung (14.). Kurz darauf traf Daniel Kunz zum 0:1 ins Schwarze (16.).

Nach Wiederbeginn verstärkte Langenleuba den Druck auf den Ausgleich. Folgerichtig sorgte Hugo Lichtenstein für das 1:1 (50.). Schon im Gegenzug jubelten wieder die Geraer. Als eine Eingabe Freund und Feind passierte, unterlief Marco Killemann ein unglückliches Eigentor - 1:2 (51.). Langenleuba wehrte sich. Die Gäste lauerten auf Konter. Zwar liefen die VfL-Angreifer häufig ins Abseits. Trotzdem gelangen Daniel Kunz noch zwei Treffer, um den Vorsprung auf 4:1 auszubauen (65., 90.+2).   

ZFC Meuselwitz II – SV Motor Altenburg 1:5 (1:2)

Schon das Hinspiel hatte die ZFC-Reserve mit 0:3 verloren. Diesmal sollte es noch ärger kommen. In einer abwechslungsreichen ersten Hälfte gingen die Altenburger in Führung. Als ZFC-Kicker Nico Kaiser unglücklich wegrutschte, erzielte Motor-Kapitän Alexander Korent das 0:1 (17.). Postwendend glichen die Zipsendorfer aus, als David Baage zum 1:1 zur Stelle war (23.). Vor der Pause schlugen die Gäste nochmal zu. Im Nachsetzen nach einem zunächst noch abgewehrten Mariam-Schuss gelang Christoph Rother das 1:2 (40.).

Nach Wiederbeginn schwächelte die Defensive der Weinert-Elf weiter. Christoph Rother legte das dritte Gäste-Tor nach, wobei die Zipsendorfer in der Entstehung des Gegentreffers ein Foulspiel monierten (51.). Während auf der anderen Seite Fabio Riedl aus spitzem Winkel an Motor-Torwart Leon Möckel scheiterte (57.), bauten die ihren Aufwärtstrend fortsetzenden Skatstädter das Ergebnis durch Tore von Jacob Bergmann (69.) und Lenny-Nils Mildner (85.) auf 5:1 aus.

SV Blau-Weiß Niederpöllnitz – SV Roschütz 3:3 (2:1)

Auf regennassem Untergrund waren die Niederpöllnitzer nach Vorarbeit von Lukas Müller durch Tayeb Ahmadi früh in Führung gegangen (5.). Roschütz, das beide bisherigen Pflichtspiele der Saison gegen die Blau-Weißen mit 3:0 gewonnen hatte, war um keine Antwort verlegen. Routinier Tino Friedemann erzielte den 1:1-Ausgleich (16.). Niederpöllnitz straffte sich wieder. Nach einem zu kurz abgewehrten Menzel-Schuss brachte Chris Blinde im Nachsetzen die Hausherren wieder in Front (20.).

In Hälfte zwei legte Niederpöllnitz den dritten Treffer nach. Per Flachschuss ließ Lukas Müller Hausherren-Trainer Roy Beck jubeln (51.). Der Blau-Weiß-Kapitän hatte dann die Entscheidung vor Augen, traf mit seinem 22 m-Freistoß aber nur die Lattenoberkante (78.). Stattdessen kamen die Gäste nochmals zurück. Marvin Kronz bestrafte einen Abwehrschnitzer mit dem Anschlusstreffer (79.), ehe Tino Friedemann nach einer Maßflanke zum 3:3 ins kurze Eck einköpfte (87.).