Gera. Warum der Sieg gegen Behringen/Sonneborn auch am Ende der Saison in der Handball-Oberliga noch von Bedeutung sein könnte

Durch einen ungefährdeten 34:24-Heimerfolg gegen den SV T&C Behringen/Sonneborn landete Aufsteiger Post SV Gera seinen zweiten Saisonsieg in der Thüringer Handball-Oberliga und zog damit nach Pluspunkten mit den chancenlosen Gästen gleich.

Sieg für den Kampf um den Klassenerhalt enorm wichtig

„Nach den letzten beiden konträren Auftritten meiner Mannschaft in Suhl und Weimar wusste ich nicht genau, von welcher Seite sie sich heute zeigen würde. Für uns war es ein ‚Alles oder Nichts‘-Spiel. Eine Niederlage hätte den Klassenerhalt praktisch unmöglich gemacht. Von der ersten Minute an haben wir das Tempo hochgehalten, selbst wenig Fehler gemacht. Schon zur Pause waren wir auf neun Tore enteilt“, freute sich Post-Trainer Christian Altheide über die Umsetzung seiner taktischen Marschroute. Hinzu kam eine überaus starke Torwartleistung von Felix Hentschel. „Der Beginn der zweiten Hälfte war etwas schleppend. Doch haben wir schnell wieder eine Schippe draufgelegt. Mit dem Sieg auch in dieser Deutlichkeit haben wir sicherlich ein Ausrufezeichen gesetzt, den Kontrahenten gezeigt, wozu wir in der Lage sind und dass mit uns zu rechnen ist“, freute sich der Geraer Coach, der in der zweiten Halbzeit komplett durchwechseln konnte. So trugen sich gleich zwölf Post-Handballer in die Torschützenliste ein, von denen Steve Feustel mit neun Treffern der erfolgreichste war. Ihm folgten Oskar Lorber und Timo Garbe mit vier Toren.

Altmeister und Hallensprecher Rolf Häseler war begeistert

Sogar Altmeister Rolf Häseler war vom Spiel der Postler überrascht. „Wir haben den Gegner förmlich überrollt in der Anfangsviertelstunde. In der Abwehr und im Angriff haben wir überzeugt. Hut ab vor der Mannschaft und der Entwicklung, die sie genommen hat“, war der Hallensprecher begeistert.

Enttäuscht vom Auftritt seines Teams war hingegen Behringen/Sonneborns Trainer Bernd Hübner. „Wir haben heute auf ganzer Linie versagt und über die gesamte Spielzeit sch... gespielt. Gera brauchte nicht einmal eine überragende Leistung, um uns an die Wand zu spielen“, urteilte er, der mit nur neun Feldspielern angetreten hatte. Sollten der Post SV und Behringen/Sonneborn am Ende der Spieljahrs punktgleich sein, spricht der direkte Vergleich für die Geraer, die dem Kontrahenten im Hinspiel ein Unentschieden abgetrotzt hatten.